Olympia 2018: ARD und ZDF verhandeln über Sublizenzen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nachdem sich Eurosport im Sommer die TV-Rechte an Olympia geschnappt hat, wurde die Frage laut, ob ARD und ZDF Sublizenzen kaufen werden, um das Sportereignis ebenfalls zu begleiten. Erste Gespräche laufen, wie die Sender nun bestätigten.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen verhandelt nach Angaben von BR-Intendant Ulrich Wilhelm bereits über Sublizenzen für die Olympia-Fernsehrechte ab 2018. „Wir sind in ersten Gesprächen, haben ein sehr ernsthaftes Interesse“, sagte Wilhelm bei einem Forum des Bayerischen Rundfunks am Dienstag in München.

Das Internationale Olympische Komitee hatte die europäischen TV-Rechte für die Spielen von 2018 bis 2024 im Juni an das US-Unternehmen Discovery vergeben und ARD/ZDF den Zuschlag verwährt. Diese könnten Übertragungsrechte nun von Discovery durch sogenannten Sublizenzen erwerben.
 
Der bei der ARD für Sportrechte zuständige Intendant berichtete von einer Sonderstellung Deutschlands. „Ich weiß von anderen öffentlich-rechtlichen Sendern in Europa, denen schon mitgeteilt wurde: Wir sehen euch in diesem Land nicht als Vertragspartner. Das ist bei uns anders“, sagte Wilhelm. Details zu einem möglichen Vertrag mit Discovery, zu dem auch der Spartensender Eurosport gehört, nannte nicht: „Wie wir das genau lösen wollen, ist noch offen.“
 
DOSB-Präsident Alfons Hörmann sprach sich bei der Veranstaltung klar dafür aus, dass Olympia-Bilder auch künftig bei ARD und ZDF zu sehen sind. Er berichtete von einem Treffen mit Ski-Weltverbandschef Gian Franco Kasper, der ein „deutlichstes und klarstes Interesse“ daran habe, dass die öffentlich-rechtlichen Sender sich um Rechte bemühten. „Dem schließe ich mich uneingeschränkt an“, sagte Hörmann. [dpa/fs]

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26 Kommentare im Forum

  1. Der bei der ARD für Sportrechte zuständige Intendant berichtete von einer Sonderstellung Deutschlands. "Ich weiß von anderen öffentlich-rechtlichen Sendern in Europa, denen schon mitgeteilt wurde: Wir sehen euch in diesem Land nicht als Vertragspartner. Das ist bei uns anders", sagte Wilhelm. "Uns" kommt mit dem dicken Geldbeutel, oder was?
  2. Umsonst werden sie die rechte sicher nicht bekommen. Und billiger wie sonst wird es sicher auch nicht werden. Das schlimme daran Discovery rechnet ja damit. Die könnten das niemals mit Werbung (+Pay-TV Rechten) einspielen.
  3. Dann bleibt es halt. Die mit Steuermitteln unterstützten Geschäfte müssen nicht noch mit Rundfunkbeitragsgeldern nachgefettet werden. Für Kommerzveranstaltungen gibt es privaten Rundfunk.
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