Oristano will Thomson-Arbeitsplätze erhalten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Aubonne, Schweiz – Die Oristano Gruppe hat gegenüber DIGITAL FERNSEHEN angekündigt, den aufgekauften Thomson-Unternehmensbereich „Thomson Audio/Video and Accessories Europe“ sowie die dazugehörigen Unternehmen nachhaltig nutzen zu wollen.

„Nein, zur Zeit sind keine Entlassungen geplant“, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber DF. „Unser Ziel ist es, die Strukturen von Thomson AVA zu nutzen und gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln. Wir planen keinen Abbau von Arbeitskräften.“ Wie DIGITAL FERNSEHEN berichtete, hatte die Schweizer Oristano Holding am Montag Abend die Verträge mit Thomson unterzeichnet.

Zur Oristano Gruppe gehören einige Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche, wie zum Beispiel die Swiss Voice, die hauptsächlich Telefontechnologien, wie analoge und IP-Heimtelefone herstellt. Bisher habe man bei Oristano die Geräte jedoch nur produziert und an Telekommunikationsunternehmen in Europa verkauft. Dies soll laut Oristano ab dem nächsten Jahr anders werden: „Thomson AVA bietet uns eine starke Einzelhandelsinfrastruktur, von der wir profitieren wollen, um unsere Produkte auch in den Einzelhandel zu bringen.“

Gleichzeitig möchte Oristano die Telekommunikationsprodukte internationaler vermarkten: Bisher war man hauptsächlich in Frankreich, Polen und der Schweiz aktiv; der Kauf des Thomson-Bereichs ermögliche mit einem Schlag die Besetzung der südeuropäischen Märkte.

Auf Nachfrage von DF, was denn mit dem Set-Top-Boxen-Hersteller SM Electronic und der Thomson-Anlage bei Hannover geschieht, erklärte der Oristano-Sprecher, dass dies ein weiterer Grund gewesen sei, Thomson AVA zu kaufen: „AVA ist mit diesen Unternehmen sehr gut im Bereich Technologieentwicklung aufgestellt, dies soll in Zukunft für Synergieeffekte innerhalb der Oristano Gruppe sorgen.“
 
In wieweit die gekauften Unternehmen von diesen Plänen schon etwas wissen, konnte der Oristano-Sprecher nicht sagen. Zwar nehme man an, dass die Unternehmen informiert seien, was aber im übrigen die Aufgabe von Thomson wäre. „Wir haben gerade erst die Verträge unterzeichnet, bis 21. Dezember ist Thomson noch der Eigentümer und damit für die verkauften Unternehmen verantwortlich“, gab der Sprecher gegenüber DF an. Ab dem 1. Januar soll die Transaktion dann vollständig abgeschlossen sein. [lf]

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