Pay-TV-Gruppe SPI International expandiert weiter in Westeuropa

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Seit Anfang Juli zeigt Post TV in Luxemburg sechs Sender von Filmbox, das über die Pay-TV-Gruppe SPI International gesendet wird. Trotz der weiteren Expansion steht der geplante Start in Deutschland noch aus.

SPI International und damit auch Filmbox bleiben auf Expansionskurs. Nachdem bereits in der Schweiz und Frankreich Kanäle der Pay-TV-Gruppe, die bisher vor allem in Ost- und Mitteleuropa erfolgreich ist, gestartet wurden, können nun auch in Luxemburg sechs Sender von Film Box über eine Kooperation mit Post Luxembourg gesehen werden.

Bereits seit dem 1. Juli sind unter anderem der Doku-Sender Docubox HD, der Filmsender Filmbox Arthouse sowie die Sportsender Fightbox HD und Fast & Fun Box HD zu sehen. „Nach dem Start unserer Sender in Frankreich und der Schweiz fahren wir mit dem Start in Luxemburg mit dem Erreichen eines neuen Publikums in Westeuropa“, erklärte Berk Uziyel, Executive Director bei Filmbox.
 
Auch der deutsche Markt bleibt für SPI International interessant. „Wir wollen jedoch nicht mit der Brechstange in die Märkte“, erklärt Sebastian Becker, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens „The Brain Behind“ und Berater für SPI International. Noch im letzten Jahr hatte die Pay-TV-Gruppe Pläne für den Einstieg im deutschsprachigen Raum publik gemacht, die aber noch nicht umgesetzt werden konnten.
 
Das liege vor allem daran, dass der Markt in Deutschland voll sei, führt Becker gegenüber DIGITAL FERNSEHEN weiter aus. „Wir müssen auf die Kabelnetzbetreiber zugehen, wollen am Ball bleiben.“ Bisher ist SPI über die Streamingsoftware Magine TV oder als App auf diversen Smart-TVs in Deutschland zu sehen, wenn auch vorerst nur in englischer, polnischer oder russischer Sprache. „Für eine deutsche Version muss das Interesse auch da sein, damit es sich für SPI als Pay-TV-Sender lohnt“, macht Becker die Pläne auch von der Nachfrage abhängig.
 
Neben dem linearen Fernsehen stehen in Zukunft vor allem Ultra-HD-Kanäle und Streaming-Portale auf dem Programm. Über Dienste wie Magine TV, Roku oder Amazon Prime Instant Video sieht Becker eine gute Möglichkeit, im deutschen Markt Fuß zu fassen. „Wobei noch geklärt werden muss, wer dazu am ehesten in der Lage ist. Amazon ist hier mit seinem großen Kundenstamm sicher im Vorteil.“
 
In Tschechien hat SPI in dieser Richtung bereits einen weiteren Schritt getan und mit IPTV-Betreiber Rio Media eine Kooperation beschlossen, die Abonnenten des „Filmbox Max“-Pakets seit dem 13. Julisofortigen Zugang zu Filmbox Live garantieren soll. Dadurch können die Angebote von Filmbox auch live per Internet-Streaming auf allen mobilen Endgeräten gesehen werden. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

2 Kommentare im Forum

  1. AW: Pay-TV-Gruppe SPI International expandiert weiter in Westeuropa Also Anbieter gibt es doch genug in Deutschland. Herr Becker von SPI sollte es mal mit den deutschen Anbietern wie Sky, Unitymedia und Kabel Deutschland versuchen. Nun was ich damit sagen will, ist das genug Anbieter vorhanden sind. Warum ist der Deutsche Markt schon voll, es wäre bestimmt interessant für Deutschland einen weiteren Anbieter zu bekommen.
  2. AW: Pay-TV-Gruppe SPI International expandiert weiter in Westeuropa Die Programme sind ja schon via Magine TV enthalten. Allerdings auf englisch.
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