Premiere präsentiert erstmals schwarze Zahlen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Der Bezahlsender verbesserte im ersten Halbjahr 2005 seine Ertragssituation deutlich.

Das Abo-TV-Unternehmen konnte das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) von
20,7 Millionen Euro auf 49,3 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Ohne die Einmalkosten für den Börsengang in Höhe von 9 Millionen Euro hat Premiere im 1. Halbjahr ein bereinigtes EBITDA von 58,3 Millionen Euro erzielt. Das Nettoergebnis betrug 3,3 Millionen Euro. Im 1. Halbjahr 2004 fiel noch ein Verlust von 61,2 Millionen Euro an. Analysten hatten für das zweite Quartal mit einem operativen Ergebnis von 26 Millionen Euro gerechnet, unter dem Strich allerdings noch einen Verlust von einer Million Euro erwartet. Das Umsatzwachstum im 1. Halbjahr lag erneut deutlich über dem
Durchschnitt der deutschen Medienbranche: Die Erlöse im Kerngeschäft mit Programm-Abonnements stiegen um 13,1 Prozent auf 446,3 Millionen Euro (394,6 Millionen Euro), der Gesamtumsatz um 6,0 Prozent von 477,5 Millionen Euro auf 506,1 Millionen Euro. Trotz steigender Abonnentenzahl blieben die operativen Kosten mit 456,8 Millionen Euro auf unverändert stabilem Niveau.

Im zweiten Quartal gewann der TV-Konzern, der in diesem Jahr an die Börse gegangen war, 14 460 Abonnenten hinzu, womit zum 30. Juni die Zahl der festen Kunden auf 3 313 140 stieg. Die Abonnentenzahl betrug zum Ende des ersten Quartals 3 298 680. Damit ergibt sich ein Zuwachs von lediglich 14 460 Abonnenten im zweiten Quartal, was, heruntergerechnet, knappe 200 Abos pro Verkaufstag beträgt.
 
Premiere-Chef Georg Kofler zeigte sich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf. „Premiere hat im ersten Halbjahr 2005 eine solide Leistung erbracht und die gesteckten Ziele vollständig erreicht“ Für die zweite Jahreshälfte rechnet Kofler mit einem beschleunigten Umsatzwachstum. Der Umsatz im Gesamtjahr 2005 soll auf 1,1 Milliarrden Euro steigen, das operative Ergebnis soll sich um mindestens 50 Prozent auf 120 bis 150 Millionen Euro verbessern. [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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