ProSiebenSat.1: Heute 12.00 Uhr endet Bieterfrist

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Bis Dienstag Mittag müssen die Angebote, wenn möglich nebst ausgearbeiteter Vertragsvorlagen, bei den bisherigen Eignern um Haim Saban eingereicht sein.

Nach Angaben der Montagsausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ sind noch drei Interessenten im Vertragspoker um die Sendergruppe: Der türkische Medienkonzern Dogan sowie die Bieterkonsortien von Apax and Goldman auf der einen Seite und KKR und Permira auf der anderen Seite.

Aus dem Umkreis von Haim Saban – und auch das gehört zum Vertragspoker – werden in letzter Zeit sehr hohe Preise für die ProSiebenSat.1-Aktien lanciert. Von mindestens 30 Euro je Aktie ist dort die Rede. Ein stolzer Preis, wenn man bedenkt, dass Saban und seine Koinvestoren vor drei Jahren noch 7,50 Euro je Anteil bezahlt hatten.
 
Unklarheit besteht auch darüber, wer gerade in der Frontposition ist. Am Montag soll es noch Dogan gewesen sein, dann hieß es, dass es ständig wechsle – ob dies nun gezielte Informationsstreuung ist oder nicht, bleibt dahingestellt.
 
Dafür sollen aber laut „Süddeutscher Zeitung“ die Kartellfragen schon geklärt sein. Besonders heikel war hier, dass der türkische Medienkonzern Dogan mit dem Axel Springer Verlag zusammenarbeitet, der Anfang des Jahres mit dem Kauf von ProSiebenSat.1 schon vor dem Kartellamt gescheitert war.
 
Wer letztlich das Rennen um den wiedererstarkten Medienkonzern macht, kann derzeit nicht prognostiziert werden. Es bleibt also spannend. [lf]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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