ProSiebenSat.1: Quartalsumsatz legt auf 635 Millionen Euro zu

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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ProSiebenSat.1 ist nach einem starken ersten Quartal auf Rekordkurs. Der TV-Konzern verdiente zwischen Januar und März deutlich mehr Geld und steigerte unter anderem dank höherer Werbeeinnahmen und der wachsenden Bedeutung digitaler Geschäfte außerhalb des klassischen TV-Markts den Umsatz um 6,5 Prozent auf fast 635 Millionen Euro.

Unter dem Strich blieben der Sendergruppe (Sat.1, ProSieben, Kabel1, Sixx) in den ersten drei Monaten knapp 51 Millionen Euro in der Kasse, ein Plus von mehr als 50 Prozent verglichen mit dem Startquartal des vergangenen Jahres. „Wir haben heute bereits über 30 Prozent des zusätzlichen Umsatzpotenzials, das wir bis 2015 erreichen wollen, realisiert“, sagte Vorstandschef Thomas Ebeling bei Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag in Unterföhring.
 
Im Gegensatz zu den TV-Werbeeinnahmen im Kernmarkt Deutschland sei der Umsatz aus dem Verkauf von Programmlizenzen im ersten Quartal 2012 dagegen rückläufig gewesen, hieß es. Insgesamt erhöhten sich die Erlöse im Segment „Broadcasting German-speaking“ dennoch um 1,8 Prozent auf 417,9 Mio Euro. Im internationalen Markt kletterte der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 8 Millionen Euro auf 135,4 Millionen Euro. Dabei hätten vor allem Skandinavien und hier insbesondere Norwegen als Wachstumstreiber fungiert.

Während die ProSiebenSat.1 Group in den skandinavischen Ländern von ihrer guten Performance im Zuschauermarkt und einem höheren Investitionsvolumen der TV-Werbebranche profitierte, blieben die TV-Werbeerlöse in Osteuropa konjunkturbedingt unter dem Vorjahreswert, erklärte der Medienkonzern.
 
Wachstumsraten bei Umsatz und Ergebnis erzielte die ProSiebenSat.1 Group auch im Segment „Digital & Adjacent“. Dort stiegen die externen Erlöse um 31,0 Prozent bzw. 16,7 Mio Euro auf 70,5 Mio Euro. Die Umsatzsteigerung gehe primär auf die Online-Sparte zurück, erklärte Ebeling. Zudem trieb erneut das noch junge Ventures-Geschäft das Wachstum an, insbesondere die Vermarktung von Medialeistung an Start-up-Unternehmen. Darüber hinaus waren die Online-Games-Angebote und das Video-on-Demand-Portal Maxdome für den Umsatzanstieg verantwortlich.
 
Für Maxdome wurde am Donnerstag zudem eine „zukunftsweisende Kooperation“ mit Sony vorgestellt. Im laufenden Jahr würden die 45 000 Serien, Filme, Shows und andere TV-Inhalte zunächst auf der Playstation 3, dann auf den Home Entertainment Geräten von Sony, also internetfähigen Fernsehern, Blu-ray Playern und Heimkino-Anlagen der neuesten Generation, integriert. Maxdome werde somit ein neuer Partner-Dienst im Rahmen des „Sony Entertainment Networks“.
 
Nach oben ging es trotz geringem Gesamtniveau unterdessen auch im Segment „Content Production & Global Sales“. Die externen Erlöse kletterten in den ersten drei Monaten des Jahres von 7 auf 11 Millionen Euro. Mit der Programmproduktions- und Vertriebstochter Red Arrow Entertainment will der Konzern das Wachstum weiter ankurbeln. Zahlreiche Akquisitionen und eine Mehrheitsbeteiligung an der britischen TV- und Filmproduktion sowie ein eigenes Vertriebsbüro in Hongkong sollen Geld in die Kasse spülen.
 
Die Netto-Schuldenlast rutschte zum Stichtag 31. März 2012 mit 1,923 Milliarden Euro unter die 2-Milliarden-Grenze. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat ProSiebenSat.1 damit Außenstände von 1,229 Milliarden Euro abgetragen. Ebeling sieht den Konzern auf dem richtigen Weg: „ProSiebenSat.1 hat im TV-Geschäft eine attraktive Marktposition. Der Start ins laufende Geschäftsjahr zeigt, dass wir mit unserer Vier-Säulen-Strategie die richtigen Weichen für nachhaltiges Wachstum gestellt haben.“[ar]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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