Rekordboom bei Euronics-Händlern geht zu Ende

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Stuttgart – Nach einem Rekordumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr rechnet die Elektrogeräte-Handelsgruppe Euronics in diesem Jahr bestenfalls mit einem gleichbleibenden Erlös in Deutschland.

„Wir mussten bereits in den vergangenen drei Monaten kleinere Brötchen backen“, sagte der Vorstandssprecher von Euronics Deutschland, Werner Winkelmann, am Dienstag in Stuttgart der Nachrichtenagentur Reuters. In dem bis Ende September laufenden Geschäftsjahr 2008/09 werde der Umsatz der rund 2000 bei Euronics zusammengeschlossenen Elektrohändler in Deutschland in etwa auf dem Rekordniveau des Vorjahres von 3,5 Milliarden Euro verharren.
 
2007/08 hatten die Euronics-Händler noch 4,4 Prozent mehr verkauft und vor allem von der Nachfrage nach Flachbild-Fernsehgeräten profitiert, deren Preise kräftig ins Rutschen kamen.
 
Der Einkaufs- und Marketingverbund Euronics vertreibt in Deutschland und weiteren 28 europäischen Ländern vor allem Unterhaltungselektronik und Elektrogeräte. Zwischen Flensburg und dem Allgäu ist Euronics dem zur Metro gehörenden Marktführer MediaMarkt/Saturn (zehn Milliarden Euro) auf den Fersen. Kleinere Konkurrenten sind die Handels-Kooperationen EP und Expert.
 
Nach Darstellung von Reuters hat Euronics in Europa mit einem Umsatz von 13,7 Milliarden Euro die britischen Handelsgruppen Dixons und Kingfisher hinter sich gelassen. Mit gut 17 Milliarden Euro Umsatz führt Metro auch den Markt in Europa an.
 
Im Wettbewerb um die Kunden setzt Euronics auf hochwertige Produkte und will sich nicht auf einen Preiskampf einlassen. „Wir erzielen im Schnitt höhere Verkaufspreise als im Marktdurchschnitt“, sagte der im Oktober ausscheidende Winkelmann der Nachrichtenagentur. Damit begegne Euronics auch dem Preisverfall bei Unterhaltungselektronik und Elektrogeräten. Die Preise für Plasma-Fernsehern seien in den vergangenen beiden Jahren um 40 Prozent gesunken.
 
Die Handel spalte sich immer mehr in ein von Mittelständlern besetztes Qualitäts- und ein volumenstärkeres Preis-Segment auf, sagte Winkelmann. Bei den inhabergeführten Euronics-Fachgeschäften sind in Deutschland 12 000 Mitarbeiter beschäftigt. [mg]

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3 Kommentare im Forum

  1. AW: Rekordboom bei Euronics-Händlern geht zu Ende Nicht nur der Euronics ist müde (den RedZac gibt es seit ein paar Jahren schon nicht mehr) sondern auch der Saturn,MediaBlöd usw.Der Endverbraucher hat das Geld seit Mitte Dezember 08 schon nicht mehr so locker sitzen.Anders als von der Merkel Propaganda Presse behauptet lief das sogenannte Weihnachts-Geschäft sehr schlecht und liegt weit unter Vorjahres-niveau. Und der Start ins neue Jahr läuft auch nicht so berauschend, wie auch den meisten fehlt das Geld da kommen anfang des Jahres die ganzen Nebenkostenabrechnungen, Stromendabrechnung,Gasendabrechnung usw. Und dann nimmt die Tante Merkel uns auch noch die günstigen Krankenkassen weg.Das wird ein mieses Jahr dieses 2009 und anstatt echte Reformen zu machen die den Bürger entlasten und ihnen mehr in den Geldbeutel zu geben, kommt nur so ein mogelpack, wie immer.Aber egel Angie weiß ja wenn gar nichts mehr geht kommt sicher der Retter, war ja bei der DDR auch so, als die Pleite waren kam die große Birne und zahlte alles, also wir jetzt sicher auch einer kommen.
  2. AW: Rekordboom bei Euronics-Händlern geht zu Ende Wer soll da kommen? Das Christkind und der Weihnachtsmann haben ihren Besuch erst wieder zu Weihnachten zugesagt. Der Osterhase liegt noch im Winterkoma und alles andere als der normale Steuerzahler fallen mir da nicht ein! Deine Prognose der völlig Pleite gegangenen DDR dürfte auch in der jetzigen BRD angekommen sein. Diese Wahnsinnsbeträge haben keine Realität zum Bruttonationaleinkommen eines Staates. Es ist der reine Erhaltungskampf des jetzigen Systems,welches sich mit Pauken und Trompeten selbst in Gier und noch mehr Gier aufgelößt hat. Der letzte Strohhalm wurde komplett verbraucht! Es lebe der Kapitalismus!
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