RTL und Astra wollen an Verschlüsselung festhalten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Satellitenbetreiber Astra und die RTL-Gruppe halten trotz des Rückziehers von ProSiebenSat.1 an der geplanten Verschlüsselung der Programme fest.

RTL-Sprecher Christian Körner bedauerte in einem Interview, dass das Bundeskartellamt keine klare Aussage gemacht habe. Man wisse nicht, welche Vorbehalte es gibt, eine Entscheidung stehe noch aus, somit fehle RTL Planungssicherheit.

Körner stellte klar, dass die in Köln ansässige Senderfamilie ihre Pläne entsprechend vorantreiben wolle. „Unsere strategischen Ziele bleiben unverändert. Es geht uns um den Schutz unseres Signals vor Piraterie und die Entwicklung neuer digitaler Angebote, also auch von Pay-TV-Kanälen.“
 
Auch für Astra als Betreiber der Entavio-Plattform ist die Entwicklung nicht gestoppt.“Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir solche Modelle brauchen“, sagte SES Astra-Sprecher Markus Payer. „Wir bleiben bei unserem Konzept“, fügte er hinzu. Jeder Sender könne entscheiden, ob er bei Entavio mitmache.
 
Unterdessen hat sich ProSieben nicht gegen eine Grundverschlüsselung ausgesprochen. „Wir haben uns nur aus dem Projekt Dolphin von SES Astra zurückgezogen“, sagte Sprecherin Katja Pichler. Noch nicht entschieden sei aber, ob ProSiebenSat.1 ihre Sender künftig verschlüsselt ausstrahlen will oder nicht, so Pichler weiter. Auch sei noch offen, ob die Sender der Kette mittelfristig noch gratis von Satellitenzuschauern empfangen werden können. [fp]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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