Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen bekommen mehr Geld

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die beiden kleinen ARD-Anstalten Saarländischer Rundfunk (SR) und Radio Bremen (RB) bekommen künftig rund 10 Millionen Euro mehr im Jahr. Dies haben die Ministerpräsidenten der Bundesländer am Donnerstag beschlossen. Fließen wird das Geld aus dem ARD-internen Finanzausgleich.

Die beiden finanziell angeschlagenen Rundfunkanstalten Saarländischer Rundfunk (SR) und Radio Bremen (RB) bekommen künftig mehr Geld aus den Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag. Am Donnerstag hatten die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf ihrer gemeinsamen Konferenz in Berlin beschlossen, den kleinen Anstalten künftig mehr Geld aus dem ARD-Finanzausgleich zukommen zu lassen. Der Anteil steigt von 1,0 auf 1,6 Prozent beziehungsweise um 10 Millionen Euro jährlich.

In beiden Rundfunkhäusern begrüßte man die Entwicklung am Donnerstag. Thomas Kleist, der Intendant des SR, teilte mit: „Für den SR bedeutet die Anhebung endlich eine langfristige Existenzsicherung und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine nachhaltige Perspektive.“ Nachdem der Rundfunk über zehn Jahre ohne eine auskömmliche Finanzausstattung zurechtkommen musste, sei dies eine große Erleichterung.
 
Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger sprach hingegen von einem „eindrucksvollen Bekenntnis zu den beiden kleinen Rundfunkanstalten“, die in der Vergangenheit nicht unumstritten gewesen waren. Geld wolle man in Bremen nun unter anderem in die Hand nehmen, um ein crossmediales Angebot für die unter 30-Jährigen aufzubauen. Auch das Online-Angebot solle erweitert werden. [ps]

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43 Kommentare im Forum

  1. AW: Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen bekommen mehr Geld Ein typisches Beispiel von Geldverschwendung! Der SR könnte doch dem SWR angegliedert werden und Radio Bremen dem WDR oder NDR....
  2. AW: Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen bekommen mehr Geld Damit sollten sie dann mal eigenständige Dritte Programme auf die Beine stellen und nicht mehr die SWR- bzw. NDR-Clone.
  3. AW: Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen bekommen mehr Geld Beim SWR gibt es ja SWR-RP (ehemals SWF) und SWR-BW (ehemals SDR) und bei dem Sendeangebot gibt es de facto auch den SWR-SR (der allerdings noch SR heisst und "eigenständig" ist).
  4. AW: Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen bekommen mehr Geld Hier sieht man mal wieder das große Problem des Föderalismus in unserem Land. Man kann im Endeffekt kein Bundesland zwingen auf die eigenständige Medienlandschaft zu verzichten. Leider kostet dies auch Unmengen an Gebührengeldern. Gerade SR und Radio Bremen zeigen, dass hier auch die Zusammenarbeit mit benachbarten Rundfunkanstalten nicht die gewünschten Einspareffekte bringt. Die Aufrechterhaltung eines eigenständigen Geschäftsbetriebes erfordert halt auch immer einen gewissen Verwaltungsapparat, der bei kleinen Einheiten große Kostenanteile ausmacht. Da bringt es offensichtlich auch nicht viel, große Teile seines Programms z.B. von SWR oder NDR zu übernehmen. Dies ist aber nicht nur ein Problem im Bereich von Landes-Rundfunkanstalten, sondern eine allgemeine Begleiterscheinung davon, dass wir glauben uns weiterhin 16 Bundesländer leisten zu müssen.
  5. AW: Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen bekommen mehr Geld Solange durch die Politik die Eigenständigkeit kleinen Astalten gesichert wird, besteht keine Notwendigkeit an dieser Gebührenverschwendung was zu ändern. Nur rigoros den Geldhahn zudrehen hilft hier.
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