Schickel: Bandbreite entscheidet, was wir sehen können

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Verlagerung des Fernsehens ins Internet via IPTV oder Streaming macht immer höhere Bandbreiten nötig. Doch Deutschland hinkt im europäischen Vergleich noch hinterher. Laut Dietmar Schickel, Gründer von DSC Consulting, wird daran auch das Vectoring-Programm der Telekom nichts ändern.

Der Alltag und damit auch das Fernsehen finden immer mehr im Internet statt. Um Dienste wie Netflix oder Maxdome und die IPTV-Angebote der Kabelnetzanbieter in bester Qualität sehen zu können, sind jedoch immer höhere Bandbreiten nötig. Angesichts des nur schleppend vorankommenden Breitbandausbaus können jedoch nicht alle Menschen in gleichem Maße auf die Inhalte zugreifen. Dass Bandbreite heute darüber entscheidet, was im TV gesehen werden kann, bestätigt auch Dietmar Schickel, Gründer von Dietmar Schickel Consulting, im Gespräch mit der DF-Schwesterpublikation DIGITAL INSIDER.

Dabei ist für den ehemaligen Geschäftsführer von Tele Columbus die „Entwicklung zu einer Gigabit-Gesellschaft nicht aufzuhalten.“ Denn nicht nur für das Fernsehen in Ultra HD, sondern auch das Internet of Things werden „symmetrische Bandbreiten im Gigabit-Bereich notwendig sein, um all diese Dienste und Angebote nutzen zu können.“
 
Doch dazu muss auch die Infrastruktur geschaffen sein, doch hier kommt Deutschland nur schleppend voran. Die Bemühungen der Bundesregierung und auch das „von der Telekom vorangetriebene Vectoring-Programm mit aktuell 100 Mbit/s wird sicherlich nicht dazu beitragen, dass sich Deutschland im Ranking der bandbreitenstärksten Länder im vorderen Drittel wiederfinden wird“, kritisiert Schickel. Die meiste Arbeit stecken bisher die Kabelnetzbetreiber, Stadtwerke und viele mittelständische Netzbetreiber in den Ausbau, so Schickel weiter.
 
Das komplette Interview mit Dietmar Schickel lesen Abonnenten in derwerktäglichen Business-to-Business-Publikation DIGITAL INSIDER, die esim Abo unter Heftkaufen.de und per Mobile-App für iOS und Android gibt. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

13 Kommentare im Forum

  1. Erlich was ich bis jetzt gesehen habe kannste vergessen. Die Qualität aus dem Net ist doch längst nicht so gut wie aus dem All und unstabil. Da die Jugend das Internet doch so sehr brauch hängen sich da alle ran und wollen mitverdienen. Aber für mich wäre das doch nur eine Ausweich Möglichkeit wenn mal ein Megasturm meine Schüssel abreißt.
  2. Es wäre sicher eine wahnsinnige Aufgabe das ganze Land aufzureißen und in jedes Haus Glasfaser zu verlegen. Jedoch wann soll es denn gemacht werden, wenn nicht jetzt?! Wir sind trotz aller Probleme, eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Das Ganze würde mittelfristig tausende Arbeitsplätze schaffen. Dadurch wieder mehr Steuereinnahmen. Wenn die Aufträge klug, an deutsche Firmen vergeben werden, bleibt auch da die Steuer im Land. Deutschland bleibt oder wird langfristig zu einem top Standort. Alle Einwohnern könnten alle Angebote im Netz gleichermaßen nutzen (sofern man sich einen schnellen Anschluss leisten kann oder will), auch da wird ein höherer Umsatz generiert der ja in Teilen auch wieder in Steuersäckel fließt. Worauf wartet man also noch?
  3. .. dann wär bei mir auch mit dem Netz Schluß, bzw nur noch Schmalspur-DSL mit 455 KBit/s Breitband habe ich auch da nur über Sat... soviel zum Thema Ausbau
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