Super RTL: „Ich bin auch für die Zukunft optimistisch“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Leipzig – Das sagte der Geschäftsführer von des Fernsehsenders Super RTL, Claude Schmit gegenüber DIGITAL FERNSEHEN.

Trotz der Finanzkrise verspricht der Privatsender Super RTL für die Zukunft mehr Wachstum. Die Werbeeinnahmen liegen im Dezember 2008 20 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, berichtete Super RTL (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Welches Potential sonst noch in dem Kinder- und Familiensender steckt, verrät Schmit im Gespräch.

DIGITAL FERNSEHEN: Herr Schmit, trotz Finanzkrise und den Folgen für das kommende Jahr verspricht der Privatsender Super RTL weiter Wachstum. Was machen Sie im Vergleich zu anderen Medienunternehmen anders?
 
Claude Schmit: Zunächst einmal haben wir durch unsere Positionierung als Kinder- bzw. Familiensender eine Sonderstellung in der Branche. Der Kinder-Werbemarkt funktioniert nach eigenen Regeln und als langjähriger TV-Marktführer sind wir in einer privilegierten Situation. Daneben ist Super RTL bereits seit einigen Jahren konsequent crossmedial ausgerichtet. Die Werbekunden honorieren die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für zielgruppengenaue, vernetzte Kampagnen.
 
DF: Medienberichten zufolge ist Super RTL im laufenden Monat November erstmals in seiner Geschichte von der Werbung her ausgelastet. Herr Schmit, wie machen Sie das?
 
Schmit: Das ist nur zum Teil unser Verdienst. Der Kinder-Werbemarkt ist in besonderem Maße saisonalen Schwankungen unterworfen. Wir machen allein im November rund 20 Prozent der Jahresumsätze, Tendenz steigend. Die Nachfrage bestimmt also den Markt.
 
DF: Halten Sie die derzeitige gute Situation Ihrer Werbeeinnahmen für eine Ausnahme?
 
Schmit: Wir können auf eine konstante Entwicklung in den vergangenen Jahren zurückblicken. Super RTL ist der Kindermarktführer seit über zehn Jahren – gute Quoten waren und sind die unabdingbare Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Wir können auch in diesem Jahr und in einem schwierigen Umfeld ein Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich verzeichnen. Wenn wir mit unserem Programm weiter den Geschmack unserer Zuschauer treffen, bin ich auch für die Zukunft optimistisch.
 
DF: Zusätzlich zu den Werbeeinnahmen erwirtschaften Sie Erlöse durch CD-Verkäufe, Konzerte und durch Internetportale wie Toggo.de. Wird es Ihrer Meinung nach eine Steigerung bei den Werbeeinnahmen geben, oder werden die Nebeneinnahmen immer wichtiger?
 
Schmit: Beides. Bei den Werbeeinnahmen in der Daytime bewegen wir uns schon jetzt auf hohem Niveau, in der Primetime sehe ich noch einiges Potential. Daneben werden die Nebeneinnahmen immer wichtiger: Super RTL erzielt derzeit knapp 25 Prozent des Umsatzes jenseits des klassischen Werbegeschäfts und wir haben noch viele gute Ideen.
 
DF: Super RTL hat einen Marktanteil von 23 Prozent bei Kindern zwischen drei und 13 Jahren. Werden Sie diesen Bereich weiter ausbauen? Wenn nein, auf welche Zielgruppe wollen Sie Ihren Fokus in Zukunft besonders richten?
 
Schmit: 23 Prozent ist eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass es zwei weitere Kindersender auf dem Markt gibt. In dieser Zielgruppe ist weiteres Wachstum natürlich nicht unendlich möglich, auch wenn ich noch ein wenig Luft nach oben sehe. Daneben richten wir uns weiterhin an die Familien – Super RTL ist längst mehr als ein Kindersender. Wir sind ein Familiensender. Mit unserer abwechslungsreichen, kinderaffinen Programmierung am Abend haben wir eine Nische und unser Publikum gefunden.
 
DF: Beim der Pro Sieben Sat 1 Media AG stehen Stellenstreichungen für 225 Mitarbeiter an. Garantieren Sie Ihren Mitarbeitern Sicherheit für Ihre Arbeitsplätze?
 
Schmit: Da wir ein privatwirtschaftliches Unternehmen sind, das keine Beamten beschäftigt, kann es natürlich keine Garantien geben. Aber derzeit sieht es sehr gut aus und wir sind eher damit beschäftigt, neue Mitarbeiter zu finden als welche loszuwerden.
 
DF: Sie sind bereits seit zehn Jahren Geschäftsführer von Super RTL, eine für die Branche sehr lange Zeit. Wie lange können Sie sich vorstellen, diese Stelle noch zu bekleiden?
 
Schmit: Ich habe Super RTL mit aus der Taufe gehoben und mache meinen Job mit großer Begeisterung. Ich habe ein tolles, hochmotiviertes Team und solange die Zuschauer – und meine Gesellschafter – mir die Treue halten, habe ich keinen Grund ans Aufhören zu denken.
 
DF: Herr Schmit, vielen Dank für das Gespräch. [ar]

Das Interview gibt die Meinung des Interviewpartners wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

3 Kommentare im Forum

  1. AW: Super RTL: "Ich bin auch für die Zukunft optimistisch" Na mal sehen, was dabei herauskommt, wenn Super RTL keine Nicktoons mehr zeigen darf.
  2. AW: Super RTL: "Ich bin auch für die Zukunft optimistisch" Wenn das Abendprogramm auch mal besser werden würde dann würden wohl auch in der Primetime noch die Werbeeinnahmen steigen aber ich bin wohl de Einzigste den das Abendprogramm stört, denn TV KAISER und VOLL TOTAL sind nur zwei von vielen Sendungen die schon seit ca. 4 Jahren in einer Dauerschleife gesendet werden und denen fällt nix neues ein
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