Swisscom: Rückzug von der New Yorker Börse

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Bern – Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom plant den Rückzug aus dem New Yorker Börsengeschäft. Noch in diesem Jahr soll der Schritt vollzogen werden.

Der Abschied von der New York Stock Exchange hat vor allem finanzielle Gründe. Wie das Unternehmen gegenüber der Presse erklärte, sei das Handelsvolumen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu gering. Im Gegenzug müsse das Schweizer Telekommunikationsunternehmen einen hohen Verwaltungsaufwand bestreiten.

Bisher werden die Aktien des Schweizer Unternehmens über American Depositary Receipts (ADR) an der New Yorker Börse gehandelt. Dadurch hatte sich das eidgenössische Unternehmen nicht dem vollständigen Zulassungsverfahren der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) unterwerfen müssen. Wie der Rückzug erfolgen soll, wird der eidgenössische Konzern am 8. August bekannt geben. Erleichtert wird der Abschied nicht zuletzt durch die kürzlich von der SEC eingeführte vereinfachte Deregistrierung.
 
Eigentümer, die ADR-Anteile halten, müssen sich jedoch keine Gedanken darüber machen, dass ihre Aktien wertlos werden. Wie Swisscom bekannt gab, können die Aktien behalten oder in Stammaktien der Swisscom AG in Schweizer Franken umgetauscht werden.
 
Auswirkungen auf die Aktiennotierung des Unternehmens hat der Rückzug aus New York nicht. Die Zulassung (Kotierung) der Wertpapiere an der Züricher Swiss Exchange (SWX) mit Handel an der Londoner „virt-x“ bleibt bestehen. An diesem Platz ist das Handelsvolumen der Telekommunikationsfirma am größten. In New York betrug dieser Umfang lediglich drei Prozent. [ft]

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