Telekom: Bundesliga auch ohne Premiere

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Bonn/München – Während die Zusammenarbeit von Telekom und Premiere beschlossenen Sache ist, hält sich der Bonner Konzern seit Anfang des Jahres ein Hintertürchen offen, falls die Vereinbarung mit dem Abo-Sender ins Schwanken kommen sollte.

Wie DIGITAL FERNSEHEN berichtete, beschlossen die Deutsche Telekom und der Abo-Sender Premiere im Mai, die Fußball-Bundesliga gemeinsam zu übertragen.

Die Telekom hatte von der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Internetrechte erworben und der Pay-TV-Sender Arena die exklusive Berichterstattung über Kabel und Satellit. Nach längerem Gerangel zwischen DFL und Telekom, verzichtete die Telekom auf die Ausstrahlung des Internet-Signals über TV-Kabel und Satellit und will die erworbenen Rechte ausschließlich für die Ausstrahlung über seine Hochgeschwindigkeits-Netzinfrastruktur nutzen. Premiere ist im Besitz der benötigten Sendelizenz und sollte die Bundesliga-Sendungen produzieren.
 
Doch nun soll sich der Bonner Konzern Sorgen um die Kooperation machen. Wie die Welt am Sonntag berichtete, befürchte die Telekom die Übernahme des Senders durch Kabel Deutschland. Aber im Triple Play-Geschäft um Fernsehen, Internet und Telefonie sei der Kabelbetreiber ein direkter Konkurrent. „Wir haben eine Option mit dem DSF, um die Bundesligaübertragung in jedem Fall sicherzustellen“, heißt es laut Welt bei der Telekom. Der Telekommuniukationsanbieter habe bereits Anfang 2006 zusammen mit dem Sportsender DSF und der Produktionstochter Plazamedia im Münchner Vorort Ismaning mit dem Bau eines Sendezentrums begonnen. Eine siebenstellige Summe soll sich die Telekom das Zentrum kosten lassen, obwohl es nach derzeitigem Stand nicht benötigt würde. Bisher sei allerdings noch nicht klar, ob die bereits bezahlte Infrastruktur tatsächlich genutzt wird. Noch bis zum 31. Dezember könne die Telekom die Option ziehen, das Gebäude zu nutzen, so das Blatt abschließend.
 
Bild: Deutsche Telekom AG[sch]

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