Telekom droht Milliardenverlust durch Fusion in den USA

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Deutschen Telekom droht im aktuellen Geschäftsjahr ein Verlust von schlimmstenfalls 5,5 Milliarden Euro. Grund dafür sind notwendige Abschreibungen auf das US-Geschäft, die im Zuge der Fusion von T-Mobile USA mit dem Konkurrenten MetroPCS notwendig werden.

Die Deutsche Telekom steuert im Geschäftsjahr 2012 auf einen Milliardenverlust zu. Wie das „Handelsblatt“ am Sonntag (7. Oktober 2012) auf seiner Internetseite mitteilte, wird die Fusion seines US-Geschäfts mit dem Konkurrenten MetroPCS (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete) das Bonner Unternehmen tief in die roten Zahlen stürzen. Die Verluste werden sich voraussichtlich zwischen 4,4 und 5,5 Milliarden Euro bewegen. Grund für den Verlust sind vor allem Abschreibungen der Telekom auf ihre US-Tochter T-Mobile USA. Diese sollen sich nach Angaben des Unternehmens auf 7,0 bis 8,0 Milliarden Euro belaufen.

Nötig geworden waren die Abschreibungen laut „Handelsblatt“, weil sich im Zuge der Fusion herausstellte, dass die US-Tochter des Unternehmens deutlich weniger wert ist, als von der Telekom bislang angenommen. Die Bonner selbst hatten den Wert ihres US-Geschäfts auf rund 20,0 Milliarden Euro geschätzt. MetroPCS war im Zuge der Fusion offenbar nur bereit gewesen einen Unternehmenswert von umgerechnet 12 Milliarden Euro zu akzeptieren.
 
Bislang waren Analysten für das Geschäftsjahr 2012 von einem Gewinn von rund 2,6 Milliarden Euro ausgegangen. Durch die Abschreibungen wird dieser Überschuss vollständig aufgezehrt.  [ps]

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