Telekom lässt Konkurrenten nicht ins VDSL-Netz

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Düsseldorf – Die Deutsche Telekom hat ihren Mitbewerbern nun ein Angebot für direkte Internetverbindungen unterbreitet – das VDSL-Netz jedoch bleibt für die Konkurrenz unzugänglich.

Der Vorschlag der Telekom umfasst die bestehenden DSL-Großhandelsprodukte und Zusammenschaltungsleistungen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Donnerstag. Nicht dabei sei der Zugang zum neuen VDSL-Glasfasernetz, obwohl die EU-Kommission dies verlangt hatte. Das so genannte „nackte DSL“ ohne Telefonanschluss werde ebenfalls nicht mit angeboten.

Auf den Druck der Wettbewerber hin wurde die Deutsche Telekom AG Mitte September von der Bundesnetzagentur dazu verpflichtet, einen entbündelten Breitbandzugang auf der Basis des Internetprotokolls, den so genannten IP-Bitstrom-Zugang, zu gewähren. Innerhalb von drei Monaten musste sie ihre Konditionen vorlegen, zu denen sie ihren Wettbewerbern den Bitstrom-Zugang ermöglicht. Die Preise dafür muss sich die Telekom vorab genehmigen lassen.
 
Die Telekom hatte allerdings heute lediglich die bestehenden Bandbreiten von einem, zwei, sechs und 16 Megabit angeboten. Für Zwischenstufen sehe die Telekom keinen wirklichen Bedarf am Markt. Ein VDSL-Anschluss gehöre nach Ansicht des Telekommunikationsunternehmens nicht zum IP-Bitstream.
 
Doch die Bundesnetzagentur und die EU-Kommission halten den Bitstromzugang auch bei VDSL für erforderlich, solange die neue Übertragungstechnik durch bestehende DSL-Leistungen ersetzbar ist. Die Telekom sieht ihren Vorschlag als Grundlage für Verhandlungen mit den Wettbewerbern. Erst in einigen Monaten werde eine Einigung erwartet, die dann noch von der Netzagentur genehmigt werden muss. [sch]

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