Update: Arena will Premiere-Sportsbars übernehmen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Der Bundesliga-Abosender Arena wirbt mit einem eigenen Konzept um die rund 13 000 bislang von dem Konkurrenten Premiere belieferten Sportsbars.

Mit einem „erheblichen Preisvorteil“ will Arena die Lokale und Gaststätten für sein Bundesliga-Angebot ab nächster Saison gewinnen.

So soll das Jahresabo für die Bundesligaspiele der nächsten Saison in Gaststätten mit einer Fläche von mehr als 50 Quadratmetern 1 349 Euro kosten. Für alle kleineren Kneipen ist die nächste Bundesligasaison für 849 Euro zu haben. Darüber hinaus bietet Arena auch Halbjahresabos an, die 849 Euro für die größeren und 549 Euro für die kleineren Bars kosten.
 
Dazu seien rund 50 000 Gastronomiebetriebe angeschrieben worden, teilte die Tochter des Kabelunternehmens Unity mit. Arena hatte nach dem Erwerb der Bundesliga-Liveübertragungsrechte auch den Zuschlag für die Übertragung in den Sportsbars erhalten. Der Abo-Sender Premiere, der bislang beide Rechtepakete inne hatte, war überraschend leer ausgegangen.
 
Mit der vertraglichen Bindung an den Pay-TV-Anbieter erhalten die Gaststätten und Lokale das Recht, die Bundesliga in ihren Einrichtungen öffentlich auszustrahlen. Daneben versorgt sie der Sender mit Werbeartikeln und Reklameschildern. In Zukunft wird ein Arena-Schild statt bislang ein „Premiere Sportsbar“-Schild auf die Ausstrahlung der Bundesliga-Begegnungen hinweisen.

Damit wird Premiere auch viele Gastronomieunternehmen als Kunden verlieren. Dennoch behält der Münchner Pay-TV-Anbieter das Zugpferd Champions League, welches den Sportsbars weiterhin angeboten wird. Wie eine Sprecherin von Premiere gegenüber DIGITAL FERNSEHEN bestätigte, gäbe es keine Exklusivklauseln in den Verträgen, sodass Gaststätten die Bundesliga über Arena und das Champions-League-Angebot von Premiere gleichzeitig bestellen könnten.
(ddp/fr)[sch]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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