US-Finanzinvestor Blackstone will Insolvenzgefahr von Orion Cable abwenden

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Hamburg – Der US-Finanzinvestor Blackstone zeigt Interesse an Deutschlands drittgrößtem, derzeit finanziell strauchelnden Kabelnetzbetreiber Orion Cable.

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Mindestens drei Interessenten führten inzwischen Gespräche über die finanziell angeschlagene Orion-Tochter Tele Columbus. Neben dem Orion-Rivalen Kabel Deutschland (KDG), dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia und dem Telekomanbieter Versatel (DIGITAL FERNSEHEN berichtete) soll sich jetzt auch der US-Finanzinvestor Blackstone für das Unternehmen interessieren, berichtet die „Financial Times Deutschland“ mit Verweis auf die dpa-Tochter „dpa-AFX“.
 
Sollten Blackstone oder KDG den Zuschlag erhalten, wäre das der Startschuss zu einer Konsolidierung auf dem Kabelmarkt: Der Finanzinvestor Blackstone dürfte laut „Financial Times Deutschland“ die Orion-Kabelaktivitäten neu strukturieren und in Teilen an Kabelnetzbetreiber weiterreichen. Gegenüber der Zeitung wollten sowohl der Finanzinvestor als auch Orion keine Kommentare abgeben.
 
Eine Versatel-Sprecherin wollte die Spekulationen gegenüber „dpa-AFX“ nicht kommentieren. Mit rund zwei Millionen Kabelhaushalten könnte Versatel durch diesen Deal zu größeren DSL-Anbietern wie United Internet und Vodafone aufschließen. Allerdings sei fraglich, wie der Düsseldorfer Telekomanbieter nicht nur die Übernahme, sondern auch die Schulden der Orion-Tochter von fast einer Milliarde Euro stemmen sollte.
 
Versatel gehört zu 42 Prozent dem Finanzinvestor Apax. Jeweils 25 Prozent halten die niederländische Cyrte Investments sowie der Telekom-Dienstleister United Internet, informiert „dpa-AFX“.
 
Das Orion-Management und die Banken spielen unterdessen auf Zeit, so die „Financial Times Deutschland“ weiter. Sie wollen verhindern, dass die hoch verschuldete Tele Columbus zum Schleuderpreis verkauft werden muss. Nach zwei Wochen andauernden Verhandlungen sei nun eine Stundungsvereinbarung für eine im August anstehende Zinszahlung unter Dach und Fach. Damit sei eine unmittelbare Insolvenzgefahr für Tele Columbus abgewendet.
 
Rund 450 Millionen Euro wollen die Interessenten laut dem Blatt für den Kabelnetzbetreiber zahlen – weniger als sich Banken und Eigentümer vorstellen. [ak]

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