USA: Spannungen um Einführung von Digital-TV

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Washington – Zwischen der Satelliten- und Unterhaltungselektronik-Industrie in den Vereinigten Staaten schwelt ein Konflikt um die Einführung von digitalem Fernsehen.

Die Spannungen verschärften sich, nachdem Gary Shapiro, Präsident der Consumer Electronics Association (CEA), verlauten ließ, dass die Sendeanstalten ein Geschäftsmodell entwickeln sollten, das dem digitalen Zeitalter angepasst sei und US-Konsumenten das verkaufen, was sie wollten – nämlich HDTV.
 
„Wer wird sich darüber aufregen, wenn er kein TV-Signal über Antenne mehr empfängt, wo doch die Umstellung für alle Beteiligten so an die große Glocke gehangen wird? Die neueste Zahlen der CEA belegen, dass die Anzahl der US-Haushalte, die sich allein auf das Antennen-Signal verlassen, immer mehr abnimmt,“ sagt Shapiro. 87 Prozent aller amerikanischen Haushalte empfingen laut Shapiro via Kabel oder Satellit. Immer mehr Leitungen, die Videos übertragen können – z.B. Glasfaserkabel, DSL und Telefonleitungen – werden in US-Haushalten verlegt und „gefährden das Monopol, das die Sendeanstalten bisher hatten“, so Shapiro weiter.
 
Die Nationale Gesellschaft der Sendeunternehmen (NAB) reagierte gegen den Angriff mit einer Aussage von Mitglied Eddie Fritts zu aktuellen Zahlen, die zeigten, dass „Off-air“-Service großen Anklang fände. „Heute gibt es über 73 Millionen „Over-the-air“-Receiver, die nicht über Kabel oder Satellit gespeist werden. Die Aussagen von CEA ignorierten die mögliche Empörung der Zuschauer, wenn Millionen von Leuten plötzlich Zugang zu diesen Programmen verlören.
 [mg]

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