Vernau will den RBB schnellstmöglich aus der Krise führen

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RBB-Interimsintendantin KAtrin Vernau
© WDR/Annika Fußwinkel
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Interimsintendantin Katrin Vernau will den Rundfunk Berlin-Brandenburg so schnell wie möglich aus der Krise führen.

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Sie werde sich die nächsten zwölf Monate mit vollem Engagement einbringen, sagte die bisherige WDR-Verwaltungsdirektorin am Mittwochabend in der Sondersendung „RBB spezial – Der Talk“. „Ich werde mir jetzt angucken, wie die Situation tatsächlich ist. Ich kenne sie ja tatsächlich auch nur von außen und aus der Presse. Und dann werde ich mir ein Führungsteam zusammenstellen, mit dem ich denke, dass ich die Aufgaben, die hier anliegen, bewältigen kann“.

Zur Kritik, dass sie nicht aus der Region kommt, erklärte die 49 Jahre alte Wirtschaftswissenschaftlerin, aus ihrer Sicht spiele es keine Rolle, woher man komme, sondern was man könne. „Was ich mitbringe, ist genau das, was der rbb jetzt braucht. Ich habe Managementerfahrung und ich bin immer dann in Organisationen hereingekommen, wenn es etwas aufzuräumen gab und gleichzeitig die strategische Neuorganisation vorangetrieben werden musste.“

Neue RBB-Interims-Intendantin Vernau kommt vom WDR

Sie habe den Eindruck, dass das maßgebliche Problem im Rundfunk Berlin-Brandenburg sei, dass es eine Kluft zwischen einer abgehobenen Führungsriege und der Belegschaft gegeben habe. Es habe bereits gebrodelt, deswegen sei kein Rückhalt dagewesen und all diese Dinge seien nach außen getragen worden anstatt sie intern zu klären.

Daher wolle sie auch ins Gespräch mit der Belegschaft kommen: „Ich denke, dass wir jetzt parallel auf zwei Ebenen arbeiten müssen. Das eine ist die kulturelle und das andere ist die inhaltliche Ebene. Auf der kulturellen Ebene wird es darum gehen, wieder Ruhe in die Belegschaft zu bringen und auch Zuversicht.“ Dazu werde man Foren schaffen, wo die Dinge, die passiert sind, verarbeitet werden können, um dann auch nach vorne zu blicken. Jeder einzelne Mitarbeiter könne dazu einen Beitrag leisten, so Vernau. Es müsse ein Ruck durch die Belegschaft gehen. „Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind alle Botschafter des rbb. Sie können nur dann ein gutes Programm machen, wenn sie motiviert und begeistert sind und hinter dem stehen, was sie machen.“ Man müsse schließlich dahin kommen, wieder die eigentliche Aufgabe zu erfüllen, nämlich bestmögliches Programm für die Nutzer zu machen.

Verloren gegangenes Vertrauen durch Glaubwürdigkeit zurückgewinnen

Was die Ausgestaltung des Programms angehe, da müsse sie erst einen Kassensturz machen, um zu wissen, wie die Rahmenbedingungen seien und wo es Spielräume gebe. Der Finanzrahmen müsse verlässlich eingehalten werden. Das werde alles transparent gemacht, denn es gehe schließlich mit öffentliche Gelder. Verloren gegangenes Vertrauen gewinne man nur durch glaubwürdiges Handeln und glaubwürdige Personen wieder zurück.

Nach der fristlosen Entlassung von Ex-Intendantin Patricia Schlesinger hat der rbb-Rundfunkrat Katrin Vernau am Mittwochabend in einer Sondersitzung in Potsdam zur Interimsintendantin des Senders gewählt. Sie war die einzige Kandidatin. Am Donnerstagmittag will sie sich der Belegschaft vorstellen.

Quelle: RBB

Bildquelle:

  • df-katrin-vernau: ARD-Foto
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