Viele Experten zur Fußball-EM: ZDF setzt auf Meinungsvielfalt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Wenn kommende Woche die Fußball-EM in Frankreich beginnt, setzt das ZDF auf eine große Experten-Schar, um die Spiele zu analysieren. Um eine größere Meinungsvielfalt zu bieten, hat das ZDF neben den Fachmännern auch Laien engagiert.

Größere Meinungsvielfalt, mehr Abwechslung und eine neue Präsentationsform: Die ehemaligen Fußball-Nationalspieler Simon Rolfes und Sebastian Kehl runden die prominent besetzte Mannschaft des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ZDF bei der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) ab. „Wir wollen ein größeres Meinungsspektrum bieten“, sagte ZDF-Programmchef Christoph Hamm am Donnerstag in Düsseldorf.

Der ehemalige Leverkusener Rolfes und der Ex-Dortmunder Kehl beendeten jeweils 2015 ihre aktive Laufbahn und stehen erstmals im Expertenteam des Senders mit dem Moderations-Duo Oliver Welke und Oliver Kahn an der Spitze. Und sie sind auch Teil eines illustren Kreises, der an Spieltagen das tägliche Geschehen diskutiert.
 
„Es handelt sich um eine offene Gesprächsrunde, die weltweit verbreitet ist und zum Beispiel hier auch schon bei Sky angeboten wird“, erklärte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz. Man wolle, so Gruschwitz, den Spagat schaffen, in den Analysen auch das weniger fußballkundige Publikum zu erreichen.
 
So wurden für die Gesprächsrunden unter anderem neben Tennis-Ikone Boris Becker auch Ski-Star Christian Neureuther oder Sänger Mark Forster verpflichtet. Experte Rolfes, EM-Zweiter 2008 mit Deutschland, ist zusammen mit Katrin Müller-Hohenstein am Quartier der deutschen Mannschaft im Einsatz. Kehl wird an jedem Spieltag Analysen liefern und hat sein Debüt beim Eröffnungsspiel am 10. Juni zwischen Frankreich und Rumänien.
 
„Es ist spannend, den Fußball aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Als Spieler schaut man anders auf das Spiel“, sagte Rolfes. Kehl gestand, dass es nicht ganz leicht werde. „Der Abstand zur aktiven Laufbahn ist noch nicht so groß. Da fällt Kritik dann auch mal etwas anders aus“, sagte der 36-Jährige, dreimal deutscher Meister mit Dortmund sowie WM-Zweiter 2002 und -Dritter 2006.
 
Kehl und Rolfes werden am Samstag Gäste im Aktuellen Sportstudio (23.00 Uhr) sein. Weiterer ZDF-Experte ist Ex-Trainer Holger Stanislawski, der im modernen Studio in Paris Spielanalysen liefern wird. Insgesamt berichtet das ZDF von 23 EM-Spielen live. [dpa/fs]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

4 Kommentare im Forum

  1. Diese sogenannten Experten werde ich mir nicht antun ,ich werde wie immer bei Fußballspielen das Spiel schauen und dann ........... Fernseher aus Auch in der Halbzeit wird weggeschaltet. Ich bilde mir lieber meine eigene Meinung zum Spiel.
  2. Die sei dir ja auch unbenommen. Hörst du dir in allen Lebenslagen keine anderen Meinungen an?
  3. Wenn die Experten diskutieren, nicht jeder der gleichen Meinung ist, gefällt mir das gut, so gehts in den Wohnzimmern beim Fußballschauen doch auch zu. Es kommt natürlich auf die Zusammensetzung an, aber Rolfes, Kehl und Stani passen denk ich ganz gut.
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