Virtuelle Spielhallen im Meta-Verse – Wie steht der Glücksspielstaatsvertrag dazu?

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Casino Poker
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Das Metaverse – ein Begriff, der in der Gaming- und Gambling-Branche in aller Munde ist. Dabei handelt es sich bislang noch weitgehend um eine Idee. Die praktische Umsetzung in Spielen bleibt bislang eine Zukunftsvision, die an vielen Ecken ausgebremst scheint. Die technischen Voraussetzungen, ein Metaverse für Spiele zu schaffen, wären jedoch grundsätzlich gegeben. Highspeed-Internet und extrem schnelle Rechner sind bereits Realität. 

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Das Metaverse scheitert indes an vielen rechtlichen Rahmenbedingungen, an Ländergrenzen und auch an der Organisationsform unserer Ökonomie. Nimmt man zum Beispiel virtuelle Spielhallen, in denen Spieler an Spielautomaten oder bei Roulette um echtes Geld spielen, wird schnell klar, wo die Grenzen liegen, die ein Metaverse in naher Zukunft unmöglich machen. 

Bingbong Casino – mit deutscher Glücksspiellizenz

In Deutschland wird das Online-Glücksspiel durch den 2021 neu gefassten Glücksspielstaatsvertrag geregelt. Demnach sind Online Casinospiele erlaubt, jedoch mit erheblichen Einschränkungen. Wer Spiele um Echtgeld anbieten möchte, muss eine entsprechende Lizenz besitzen. 

Anbieter wie das BingBong Online Casino sind bereits im Besitz einer deutschen Glücksspiellizenz. Diese gilt seit dem 27.04.2022 gemäß §§ 4 bis 4d i.V.m. 22a GlüStV 2021 deutschlandweit und wird im BingBong Casino Test als Vorteil hervorgehoben. Das Problem ist jedoch, dass nicht alle Spiele angeboten werden dürfen. Live Casinospiele, also Spiele, in denen sich Spieler per Stream in einem Casino mit echten Dealern schalten und dort ihre Einsätze machen können, sind zum Beispiel nicht erlaubt. 

Darüber hinaus gibt es Einschränkungen bei den Einzahlungen im Online Casino, die auf 1.000 € monatlich begrenzt sind. Auch beim Spieleinsatz gibt es Begrenzungen. Bei den Online Spielautomaten darf zum Beispiel nur 1 € je Spin eingesetzt werden. Das im Online Casino eingezahlte Geld kann zudem nur im selben Online Casino eingesetzt werden. 

All diese Beschränkungen stehen zurzeit der Umsetzung eines Metaverse für virtuelle Spielhallen entgegen. Auch die Idee eines Metaverse auf Basis der Blockchain ist praktisch nicht umsetzbar. In China sind beispielsweise sämtliche Transaktionen mit Kryptowährungen verboten. Spieler können auch in einem Kryptocasino nicht direkt miteinander interagieren und sich beispielsweise am Blackjack-Tisch absprechen oder sich einander Geld überweisen. Der Natur von Casinospielen nach müssen solche Interaktionen verboten sein, wenn das Casino letztlich einen Gewinn erzielen möchte.

Gaming-Branche kämpft mit ähnlichen Herausforderungen

Schaut man etwas abseits der stark regulierten Gambling-Branche mit Online Casino Lizenzen zu den Anbietern von Online Casinospielen, trifft man erstaunlicherweise auf ähnliche Probleme. In Fortnite von Epic Games ist es möglich, sich gegen Geld ein neues Outfit und Equipment zuzulegen. Das Spiel selbst kann auch an jedem Ort der Welt mit Internet gespielt werden. Das gekaufte Outfit kann jedoch nur in diesem Spiel genutzt werden. Es in anderen Spielen zu nutzen, ist unmöglich. Genauso sieht es aus mit den In-Game-Währungen in Spielen oder auch irgendein Guthaben bei einem Online-Dienstleister. Möchte man das Guthaben in ein anderes Spiel oder auch zu einem anderen Dienstleister transferieren, muss zunächst umständlich eine Auszahlung auf das Bankkonto oder Wallet erfolgen, ehe es zu einem anderen Anbieter überwiesen werden kann. Direkte Verknüpfungen sind derzeit allenfalls eine gute Idee, die auch daran scheitert, dass das jeweils anbietende Unternehmen seine ureigenen Interessen verfolgen muss, um wirtschaftlich zu arbeiten.

The Sandbox – oder wie ein Metaverse funktionieren könnte

The Sandbox von Publisher PIXOWL ist ein Beispiel dafür, wie ein kleines länderübergreifendes, mit Interaktionsmöglichkeiten für die Spieler versehenes Metaverse funktionieren könnte. Das Sandkastenspiel ist ein Multiplayer-Game in 3D, in dem die Spieler virtuellen Grundstückshandel betreiben können. Spieler können virtuelle Grundstücke kaufen, entwickeln, halten oder verkaufen. Letzteres ist explizit direkt an andere Spieler möglich. Gezahlt wird mit der eigens für das Spiel generierten Kryptowährung „Sand“. Die Anzahl der Grundstücke ist derweil auf 160.000 begrenzt. Das Eigentum an den gekauften Grundstücken wird mittels NFT verbrieft. Die Preise der Grundstücke unterliegen dem Markt. Ein Eingriff seitens des Spieleentwicklers erfolgt nicht. Für die Grundstückstransaktionen verlangt Publisher PIXOWL jedoch 5 % Provision. Wer sich also rechtzeitig günstiges Land gesichert hat, kann dieses an später einsteigende Spieler teuer verkaufen und so ein kleines Vermögen machen. Spieler müssen wegen der begrenzten Anzahl an Grundstücken im Zeitablauf immer tiefer in die Tasche greifen. 

Bildquelle:

  • Casino Poker: © Naomy Quiñones auf Pixabay
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