VPRT: DVB-T und DVB auch für Hörfunk nutzbar machen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Berlin – Der Fachbereichsvorstand Hörfunk des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) stellte seine Grundsatzpositionen zur Zukunft der Übertragungswege für den Hörfunk vor.

Darin spricht sich der VPRT für eine Teilhabe an allen neuen Übertragungstechniken wie DVB-T und DVB-H, eine Zuordnung von digitalen Frequenzen für den Hörfunk und eine diskriminierungsfreie Abbildung von digitalen Hörfunkprogrammen über Set-Top-Boxen und elektronische Programmführer (EPGs) aus. Der Verband fordert zudem eine grundlegende Neuordnung der UKW-Versorgung. Ziel der Neuordnung soll der Abbau von Doppel- und Mehrfachversorgungen der ARD-Anstalten, die technische Optimierung der Nutzung des verfügbaren Frequenzspektrums durch Verringerung des Kanalabstandes und die bedarfsgerechte Neuverteilung der Frequenzen an alle existierenden öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunkprogramme sein.
 
Hans-Dieter Hillmoth, Vorsitzender des Fachbereichs Hörfunk und Vizepräsident des VPRT: „Bei der Digitalisierung des Hörfunks geht es nicht um die Frage, ob und wann DAB die bisherige UKW-Nutzung ablöst. Der Hörfunk möchte umfassend an neuen Übertragungstechniken wie DVB-T und DVB-H beteiligt werden. Die Blockade von Landesmedienanstalten und Politik, die uns lange ausschließlich auf die Nutzung von DAB festlegen wollten, muss beendet werden. Hier ist die Einbeziehung des Hörfunks in die DVB-T-Nutzung, wie sie die Medienanstalt Berlin-Brandenburg realisiert hat, ein gutes Beispiel für die Richtung, in die es gehen muss. Ohne entsprechende Planungssicherheit droht der Hörfunk zu einem Medium zweiter Klasse zu werden – obwohl Hörfunk das meistgenutzte elektronische Medium ist.“ [mg]

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