Webserien: mögliches Zukunftsmodel für die Unterhaltungsbranche

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Webserien entwickeln sich mehr und mehr zu einer festen Größe im Unterhaltungsbusiness. Nachdem sich namhafte Hollywoodgrößen wie Stephen Spielberg in den letzten Jahren verstärkt im Bereich TV-Serien engagierten, scheint jetzt die Online-Sparte zunehmend an Attraktivität zu gewinnen.

Wie die österreichische Tageszeitung „Der Standart“ in ihrer Dienstagsausgabe berichtet, war es zuletzt Kiefer Sutherland, der im Bereich Webserien mit gutem Beispiel voranging. In „The Confession“, dass in fünf- bis siebenminütigen Episoden die Geschichte eines Auftragskillers erzählt, der sich in einem Beichtstuhl eine ideologische Grundsatzdebatte mit einem Priester (John Hurt) liefert, spielt der 45-Jährige Serienstar die Hauptrolle.

Produzenten und Anbieter waren vom Anklang des Formats bei der Netzgemeide durchaus angetan. Die Serie, die auf dem Online-Video-Portal Hulu bereits vollständig zu sehen war, wird jetzt auch als Film international verkauft. Damit hat sich die Verwertungskette umgekehrt. In der Vergangenheit wurden Filme und Serien vor allem von TV-Sendern an Online-Plattformen verkauft. Sutherland, der die Serie selbst produzierte, scheint mit seinem Experiment Erfolg zu haben.

Längst sind auch andere Hollywood-Größen hellhörig geworden und wollen sich an dem neuen Format versuchen. 2013 soll beispielsweise Kevin Spacey in der Webserie „House of Cards“ einen republikanischen Abgeordneten spielen. Regie führen wird niemand geringeres als Kult-Regisseur David Fincher. Internetportale wie Hulu und Konkurent Netflix sind bereits dabei im größeren Stil Webserien mit dem Ziel zu produzieren, diese auch an TV-Stationen in aller Welt weiterzuverkaufen.

Wie „Der Standart“ berichtete, wittert die Werbebranche in den USA bereits große Geschäfte mit Serienformaten, die speziell für eine Erstverwertung im Internet produziert werden. Unter Berufung auf das Marktforschungsportal „E-Marketer“ schrieb die Zeitung, dass bereits im laufenden Jahr 2,5 Milliarden Euro der US-amerikanischen Werbeausgaben auf Webvideos verwendet werden. Bis 2016 wird mit einer Verdreifachung des Budgets gerechnet. [ps]

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1 Kommentare im Forum

  1. AW: Webserien: mögliches Zukunftsmodel für die Unterhaltungsbranche Zum Thema "Standart" siehe hier: Standart - Was bedeutet Standart? Davon abgesehen, ist der "Standart" eine bulgarische Tageszeitung, die österreichische heißt "Der Standard". -tjacobs.
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