Werbung in Streaming-Angeboten auf dem Vormarsch

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Bild: © Vaunet
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Zahlen des Branchenverbandes VAUNET zeigen Veränderung im Werbemarkt. Während Radio- und Fernseh-Werbung schwächelten, verzeichneten Audio- und Video-Werbung in Streamingangeboten teils zweistellige Umsatzzuwächse .

Eine heute veröffentlichte Werbestatistik des Zentralverbandes deutscher Werbewirtschaft (ZAW) auf Basis unter anderem einer Erhebung des VAUNET, einem Wirtschaftsverband und auch Interessenvertretung privater Anbieter von Radio, Fernsehen und anderen Mediendiensten, kommt, vereinfacht gesagt, zu dem Schluss, dass die Umsätze mit herkömmlicher linearer Radio- und Fernsehwerbung abnehmen, während Audio- und Video-Werbung in Streaming-Angeboten wachsen. Hierbei wurden erhobene Werte aus den Jahren 2019 und 2020 miteinander verglichen.

In Zahlen ausgedrückt, sei ein Rückgang von 8,8 Prozent auf 4,01 Milliarden Euro gegenüber 4,40 Milliarden Euro im Jahre 2019 bei den Netto-Werbeumsätzen des Fernsehens zu berichten. Im selben Zeitraum gingen nach den veröffentlichten Zahlen die Umsätze in Bezug auf Radiowerbung um 9,1 Prozent von 784 Millionen Euro im Jahre 2019 auf 713 Millionen Euro zurück.

Die Umsätze bei Video-Werbung in Streaming-Angeboten stiegen von 780 Millionen Euro (2019) um 13,2 Prozent auf 883 Millionen Euro, bei Audio-Werbung in Streaming-Angeboten betrug das Wachstum immerhin 8,3 Prozent, wenngleich die absoluten Zahlen mit 60 Millionen Euro im Jahre 2019 gegenüber 65 Millionen im Folgejahr deutlich geringer ausfallen.

Laut der Vorstandsvorsitzenden von VAUNET Annette Kümmel, liege die Entwicklung der Zahlen an der Pandemie, seien vor allem kleinere Unternehmen betroffen und griffen bestehende Wirtschaftshilfen nicht. Mehr gezielte Unterstützungsmaßnahmen seien natürlich erforderlich um „die Vielfalt der Branche langfristig zu sichern“. Außerdem müsse man politische Entscheidungen und ihre Auswirkungen auf die Branche mehr in den Blick nehmen.

Sie schlägt eine dahingehende „ganzheitliche Risikoevaluierung“ vor. Frank Giersberg, der Geschäftsführer von VAUNET, ist darüber hinaus der Meinung, dass die audiovisuellen Medien durch ihre Werbung einen „ganz entscheidenden Beitrag zum Wiederhochfahren der Wirtschaft nach der Krise“ leisten würden. Eine Prognose für das Jahr 2021 wolle man beim VAUNET nicht abgeben, die Unsicherheit sei zu groß.

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2 Kommentare im Forum

  1. Wie auch im PayTV wird sich die Entwicklung dahingehend fortsetzen, dass deutlich mehr Werbung gezeigt werden wird. Ansonsten lässt sich das doch alles gar nicht refinanzieren, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht.
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