ZDF will sinnvolle Interaktivität

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Mehrwert interaktiver Angebote muss zum vorhandenen Programmangebot passen.

Auch im Zeitalter der Digitalisierung werde das Fernsehen das Leitmedium bleiben, so Dr. Simone Emmelius, Leiterin ZDF Vision, auf dem Euroforum-Kongress „Interactive TV“.

Es gebe drei verschiedene Szenarios, wie sich die Medienlandschaft durch die Digitalisierung entwickeln könnte. Szenario 1 sei laut Dr. Emmelius die „Digitale Spaltung“. Hier entscheide die Kompetenz des Zuschauers über den Zugang. „Wer sich nicht auskennt, wird den Anschluss verlieren“. Szenario 1 sei der „Medien-Supermarkt“, bei dem Gate-Keeper (beispielsweise Plattformbetreiber) entscheiden über den Zugang zum Kunden und ob Angebote/Programme auf die Plattform gelassen werden oder nicht. Die Zuschauer müssten das Angebot des Plattformbetreibers abnehmen. Szenario 3 wäre die große „Nutzer-Souveranität“, bei der der Zuschauer frei aus der Angebotspalette auswählen könnte. „Wahrscheinlich wird die Medienzukunft eine Kombination aus den drei Szenarien sein“, so Dr. Emmelius.
 
Das ZDF wolle seine Programme in der digitalen Welt mit interaktiven Applikationen ergänzen. „Doch der Mehrwert muss zum vorhandenen Programm passen, wir wollen sinnvolle Interaktivität“, so Dr.
Emmelius. Das ZDF will auch hierbei beweisen, dass seine Kernkompetenz bei den Inhalten liegt. „Kundenbindung durch Interaktivität muss nicht immer gleich Abzocke bedeuten“, meint Dr. Emmelius mit Blickauf die interaktiven Konkurrenzangebote der Privatsender. Auch auch dem ZDF sei bewusst, Treiber für interaktives Fernsehen ist hauptsächlich die werbetreibende Industrie. [sch]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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