„Gebührenverschwendung“: WDR wird der Geldhahn zugedreht

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© WDR/Herby Sachs
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Explodierende Kosten rund um die Sanierung des Filmhauses in Köln haben nun wohl dazu geführt, dass dem WDR notwendige Gelder vorerst nicht ausgezahlt werden.

Laut „Bild“-Informationen haben sich zuvor die notwendigen Mittel für das Bauprojekt von etwa 80 Millionen sukzessiv auf rund 240 Millionen Euro erhöht – die Boulevardzeitung titelt provokativ mit dem Reizwort „Gebührenverschwendung“. Auch wenn es sich laut WDR-Aussagen um unvermeidbare Kosten handeln soll, sind derartig ausufernde Posten ein heißes Eisen, die für 2021 geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrages von monatlich 17,50 Euro auf 18,36 ist schließlich weiterhin blockiert und wird vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt.

Fehlende Transparenz bei Bauprojekt des WDR?

Während der WDR nun argumentiert, dass es zu den beachtlich angewachsenen Ausgaben rund um das Filmhaus Köln keine günstigere Alternative gebe, schob nun die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) dem notwendigen Geldsegen zur Fertigstellung des Sanierungsprojekts vorerst den Riegel vor. Das Gremium begründet den Zahlungsstopp von weiteren 69,1 Millionen Euro laut „Bild“ mit fehlender Transparenz und will die Wirtschaftlichkeit des WDR-Projekts wohl nochmals eingehend prüfen.

Mit einer neuen Einschätzung seitens der KEF ist demnach erst im kommenden Jahr zu rechnen. Die Fertigstellung des Filmhauses Köln ist indes für das Jahr 2024 geplant. Seitens WDR gibt man sich zuversichtlich, die notwendigen Gelder zum Abschluss der Sanierungs- und Ausbauarbeiten im geplanten Zeitrahmen akquirieren zu können.

Bildquelle:

  • WDR-Koeln-Dom: © WDR/Herby Sachs

11 Kommentare im Forum

  1. Beim WDR schaut man nicht aufs Geld. Man nimmt sich es halt wenns geht. Das sieht man ja auch der Doppelausstrahlung der HD Lokalversionen. Die übrigens bei der Unwetter-Sache komplett überflüssig war.
  2. ... dazu durchaus passend -> Durch die Decke: Warum Kosten von Kulturbauten so häufig explodieren | DW | 31.01.2020
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