Sky und die DFL werden von der Politik hängen gelassen

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Bild: © victor217 - Fotolia.com
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Bei den gestrigen Besprechungen über die nächsten Maßnahmen in der Corona-Krise wurde die Bundesliga zunächst ausgelassen. Liga und TV-Partner – und damit auch Vereine und Fans – hängen fest im luftleeren Raum.

Wann kann es mit der Bundesliga weiter gehen? Diese Frage beschäftigt nicht nur viele Fans, sondern vor allem auch Sky und die DFL, denen mehr oder minder existenzielle Probleme ins Haus stehen, je länger die Corona-bedingte Zwangspause weitergeht. Für die betroffenen Vereine ist eine zeitnahe Fortsetzung der Saison in Form von Geisterspielen teilweise „überlebenswichtig“. Sie haben schlichtweg in ihrem Geldrausch der vergangenen Jahre nicht eingeplant eventuell vorsehen zu müssen, zwei Monate auch mal ohne Einnahmen dazustehen.

Die Regierung und die Ministerpräsidenten der Länder haben verständlicherweise zunächst gesellschaftlichen und natürlich auch wirtschaftlichen Aspekten Vorrang bei ihrer gestrigen Besprechung gegeben. Wobei es trotz der Banalität eines Ballsport-Wettbewerbs nicht zu erwarten war, dass das Thema Bundesliga gänzlich außen vor bleibt. Immerhin handelt es sich bei den Vereinen durchweg um mittelständische Unternehmen der Sportunterhaltungsbranche, ergo auch um einen gewissen Wirtschaftsfaktor. Was auch Liga-Boss Christian Seifert nicht müde wird, zu betonen.

Geholfen hat es jedoch nichts. Sky und die DFL dürften sich im stillen Kämmerlein schon auf verschiedene Szenarien verständigt haben. Die für Freitag anberaumte Versammlung der Liga ist sicherheitshalber noch vor den Besprechungen auf politischer Ebene auf nächste Woche verschoben worden. Der „Kicker“ berichtete am Mittwoch auf Grundlage eigener Informationen jedoch davon, dass schon „zeitnah eine neue Vereinbarung getroffen wird und Zahlungen in den nächsten Tagen geleistet werden“. Letzteres würde nun durch das Aussparen der Bundesliga-Thematik seitens der Politiker nur unter Vorbehalt geschehen können.

Bis zum 30. April dürfte es also eine Hängepartie bleiben, für die Vereine, für Sky und nicht zuletzt die Fans und Zuschauer.

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154 Kommentare im Forum

  1. Wenn die eigene Selbsüberschätzung nicht wertgeschätzt wird, kommt die DF daher und hilft beim mitjammern. Eine Runde Mitleid daher von mir.
  2. Das arme Sky und vorallem der arme DFB. Soviel Geld/Gehälter der höheren Personen aber die Vereine gehen Insolvent. Wenn man nicht bereit ist, dass auch ein Herr Rummenicke und Co mal abstriche zu machen, dann soll der Fussball gegen die Wand fahren. Andere Unternehmen müssen auch sparen und Vorsorgen.
  3. Wenn ich das so durchlese, gibts nur eine Antwort. Vielleicht bin ich aber auch dem diskussionswürdigen Stil dieses Artikels aufgesessen? Wenn die DFL meint, dass 1,4 Milliarden Steuerzahlungen im Jahr zu einer bevorzugten Behandlung eines Sports führen müssen, dann eben sofortigen Abbruch der Saison. Dann wissen alle, woran sie sind und können planen.
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