40 Jahre CD: Die Geschichte der Compact Disc

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cd, Foto: jasoncphoto via stock.adobe.com
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Vor 40 Jahren startete die Compact Disc, kurz CD, auf der IFA 1981 ihre Markteroberung – Streaming-Dienste haben sie aber inzwischen vielfach abgelöst.

Zuvor erlebte das Medium jedoch einen beispiellosen Erfolgszug, das zu vielen anderen Entwicklungen inspirierte. Am 8. März 1979 zeigte der niederländische Philips-Konzern die ersten Audio-CD- und CD-Spieler-Prototypen einem Fachpublikum. Kurz darauf folgte die offizielle Kooperation mit Sony aus Japan für das Format. Oberstes Ziel der europäisch-asiatischen Zusammenarbeit war es, gemeinsam die Welt für die CD zu begeistern. Dies geschah in einer offenen Kooperation, um den neuen Standard zu entwickeln.

Die Erfindung der Compact Disc revolutionierte die Musikindustrie und leitete die Wende von der analogen zur digitalen Technologie ein. Der neue Tonträger bestach durch seine hohe Klangqualität, einfaches Handling und Resistenz gegen Kratzer, die bei analogen Schallplatten häufig den Musikgenuss trübten. Weitere Innovationen im Bereich der digitalen Unterhaltungselektronik bauten auf der Entwicklung der CD auf, wie die DVD oder die Blu-ray Disc.

Die Geschichte der Compact Disc

Die Entwickler konnten sich in den späten 70er und frühen 80er Jahren nicht vorstellen, dass die Computer- und Unterhaltungsindustrie eines Tages dazu übergehen würde, Software oder Filme auf CDs und später auf DVDs und Blu-ray Discs zu speichern. Die weltweit erste Serien-CD wurde in Langenhagen bei Hannover am 17. August 1982 produziert. Die Markteinführung des CD-Systems erfolgte Ende 1982 in Japan, Europa folgte im März 1983.

Doch wie bei allen technischen Entwicklungen drängen irgendwann nachfolgende Entwicklungen die Pioniere aus dem Markt. Im Fall der CD waren es erst digitale Kompressionsformate wie mp3 und inzwischen die Streaming-Dienste, die nahezu beliebige Musik- und Sprach-Angebote wie Podcasts online und überall verfügbar machen.

Streaming treibt den internationalen Tonträgermarkt im Jahr 2020

Kostenpflichtige Streaming-Abos erzielten im vergangenen Jahr ein Wachstum von 18,5 Prozent. Ende 2020 gab es weltweit 443 Millionen Nutzer bezahlter Abo-Konten. Der gesamte Streaming-Umsatz (einschließlich bezahlter Abonnements und werbegestütztem Streaming) wuchs um knapp 20 Prozent und erreichte 13,4 Mrd. US-Dollar, was rund 62 Prozent des gesamten weltweiten Tonträgerumsatzes entspricht. Das Wachstum bei den Streaming-Umsätzen konnte den Rückgang bei den Umsätzen anderer Formate mehr als ausgleichen. 21,6 Milliarden US-Dollar betragen die Gesamteinnahmen für 2020, ein Plus von 7,4 Prozent. In Deutschland haben bereits 33 Prozent einen kostenpflichtigen Musik-Streamingdienst*.

Wurden in der Spitze jährlich allein in Deutschland bis zu fünf Millionen CD-Player und Geräte mit CD-Laufwerk verkauft, fielen diese Absatzzahlen 2014 erstmals unter die Millionengrenze. Seither verliert dieses Marktsegment konstant an Bedeutung. Analog dazu haben die sogenannten CD-Rohlinge, also bespielbare CDs, an Bedeutung verloren. In der Spitze im Jahr 2004 wurden mehr als 660.000 dieser bespielbaren Scheiben verkauft.

*Studie „Zukunft der Musiknutzung in Deutschland“ u.a. des BVMI

Quelle: gfu

111 Kommentare im Forum

  1. Damals gab man sich bei der Musikproduktion noch Mühe und die CDs hörten sich wirklich gut an. Leider wird heutzutage fast nirgendwo mehr Wert auf Qualität gelegt, egal ob Tonträger oder Rundfunk.
  2. Das war meine erste CD 1988 (y) Helloween / Walls Of Jericho / Judas - CD (0) von Helloween
  3. Wobei das aber hauptsächlich an der Produktion liegt. Bei bestimmten Interpreten ist die Qualität auch heute noch sehr gut. (David Gilmour, Roger Waters)
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