Australische Wissenschaftler entwickeln DVD, die Terabytes an Daten speichern kann

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Hawthorn, Australien – Australische Wissenschaftler der Swinburne University of Technology in Hawthorn im australischen Bundesstaat Victoria haben eine DVD entwickelt, die über ein 2 000-faches Speichervolumen gegenüber herkömmlichen DVDs verfügt.

Forscher des Universitätszentrums für Mikro-Photonik haben erstmalig gezeigt, wie die Nanotechnologie fünf-dimensionale Scheiben mit hohen Speicherkapazitäten ermöglichen kann, heißt es in einer Pressemitteilung der Swinburne University of Technology.
 
Den Forschern ist es demnach gelungen, über nanoskopische Partikel eine deutlich höhere Zahl von Informationen auf einer einzigen Scheibe zu speichern. „Wir können zeigen, wie `nanostrukturiertes´ Material in einer Scheibe verankert werden kann, um die Datenkapazität zu erhöhen, ohne die Größe der DVD zu vergrößern“, erklärt einer der Leiter der Untersuchung, Professor Min Gu.

Scheiben haben gewöhnlich drei räumliche Dimensionen, die Forscher jedoch konnten eine Spektralfarben-Dimension einsetzen sowie eine Dimension für die Polarisation des Laserlichts. „Diese zusätzlichen Dimensionen sind der Schlüssel, um Scheiben mit einem besonders hohen Speichervolumen zu erzeugen“, sagt Gu.
 
Die Dimension der Spektralfarben erzeugten die Forscher über eine Nano-Goldpartikelbeschichtung. Durch den Einsatz der Nano-Goldpartikel muss der Laserstrahl nicht eine bestimmte Wellenlänge besitzen, wie es bei einer DVD der Fall ist, sondern kann einen ganzen Wellenbereich abdecken. Auf diese Weise können verschiedene Farbinformationen gespeichert werden.
 
Zur Dimension der Polarisation erklärt Dr. James Chon, der ebenfalls maßgeblich an der Forschung beteiligt ist: „Die Polarisation kann um 360 Grad rotieren. Beispielsweise können wir bei einer Null-Grad-Polarisation Daten aufzeichnen. Vor allem können wir Informationen aus einer anderen Polarisationsebene, die um etwa 90 Grad verschoben ist, speichern, ohne dass es zu gegenseitigen Überlagerungen kommt.“
 
An einigen Faktoren wie der hohen Geschwindigkeit, mit der auf die Scheiben geschrieben werden muss, um hohe Datenmengen speichern zu können, werde noch entwickelt. Die Forscher glauben jedoch, dass die Technologie in fünf bis zehn Jahren kommerziell genutzt werden kann. EIngesetzt werden könnten die Scheiben für große medizinische Daten wie die Magnetic Resonance Imaging (MRI) sowie im Finanz-, Militär- oder Sicherheitsbereich. [ar]

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