Neues aus dem Testlabor: Goliaths Fernseher

2
21
Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
Anzeige

Ja, es gibt ihn noch – den Gigantismus in der Unterhaltungselektronik. Während das Telefon in der Hosentasche mittlerweile die Leistung eines Laptops von vor zwei Jahren haben kann, gibt es am anderen Ende der Größenskala immer noch Luft nach oben. In einem solchen Fall stellt das auch besondere Anforderungen an den Testredakteur.

Anzeige

Das erklärte Ziel des Fernsehherstellers Sharp in diesem Jahr: riesige Bilddiagonalen zu bezahlbaren Preisen. Das Sharp diese Vorgabe erreicht, steht mittlerweile außer Frage. Grund genug für unser Testlabor, die riesigen Geräte mal in Augenschein zu nehmen.
 
Sie können sich sicherlich vorstellen, welche Herausforderung wir zuerst bestehen mussten: Wie kommt ein Sharp LC-70LE835E mit einer Bilddiagonale von 70 Zoll in den vierten Stock? In regulärer Stellung passt der Karton jedenfalls nicht in den Fahrstuhl, dafür passt die Hochkant-Variante.
 
An dieser Stelle sei jedoch nochmals dringlich darauf hingewiesen, dass Sie ihren Flachbildschirm hochkant auf der langen Geräteseite transportieren. Wenn der Fernseher flach liegt, ist die Gefahr zu groß, dass durch Vibrationen oder unliebsame Begegnungen mit Schlaglöchern während der Fahrt die hauchdünnen Muttergläser brechen, welche die bilderzeugende Schicht einhüllen. In diesem Fall ist das Gerät reif für den Schrott.

Aufgabe Nummer zwei: Platz machen. Während ein normales Gerät mit 46-Zoll-Diagonale ohne Probleme an jeder Messstation positioniert werden kann, fordern knapp 1,62 Meter Bildbreite ein gutes Stück mehr Raum.
 
Doch als die ersten Bilder über die Mattscheibe flimmerten, waren die ersten Schwierigkeiten schon vergessen und die Augen wurden groß – viel zu groß. Beim sonst üblichen Abstand des Testers zum Gerät schien das Bild schier endlos zu sein und erzeugt das Gefühl, vom Geschehen auf dem Display förmlich eingesogen zu werden.
 
Also musste der gesamte Aufbau ein gutes Stück weiter weg vom Gerät. Im Nachgang stellte es sich als richtige Vorgehensweise heraus, denn wenn es eines ist, was große Bilddiagonalen nicht verzeihen, dann sind es Bildfehler. Artefakte, die auf durchschnittlichen 40-Zoll-Fernsehern mitunter unauffällig genug sind, dass sie ungesehen vorbeiziehen, werden auf 1,6 Quadratmeter Bildfläche auf einmal gut sichtbar. Bei dieser Bildgröße stößt vor allem SD-Material an seine Grenzen und die Faustregel, mindestens dreimal Bildhöhe Abstand zu halten, wird beieindruckend bestätigt.
 
Erstaunt haben wir auch auf den Leistungsbedarf geschaut. Sharp gilt als langjähriger Verfechter des EU-Energieeffizienzlabels. Auf dem 70-Zoller prangt eine stolze „A+“-Einstufung, welche wir im Test auch bestätigen konnten. Wenn alle Energiesparoptionen voll aktiviert sind, bleibt der Zähler bei weit unter 100 Watt stehen.
 
Die gleiche Effizienz wies schon der kleinere Bruder des LC-70LE835E mit 60-Zoll-Diagonale auf. Dessen Statur beeindruckt nicht minder und auch hier war Strom sparen an der Tagesanordnung. Genug, um den Vorzeige-Öko-Fernseher Econova von Philips herauszufordern? Das erfahren Sie in der nächsten Ausgabe der DIGITAL TESTED, welche ab dem 16. Märzin den Zeitschriftenregalen liegt.NEUES AUS DEM TESTLABOR – Alle Beiträge im Überblick
[Christian Hill]

Bildquelle:

  • Technik_Video_Artikelbild: Technik_Video_Artikelbild.jpg: © lassedesignen - Fotolia.com
Anzeige

2 Kommentare im Forum

  1. AW: Neues aus dem Testlabor: Goliaths Fernseher Hm... Wozu nur brauche ich einen größeren Fernseher, wenn ich mich dann doch nur weiter weg setzen muss? Dann habe ich ja auch nur die gleiche Bildgröße wie vorher. Es wird Zeit für Quad-HD :-) Und sorry, wer so einem Brummer freiwillig SD-Material zumutet, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Immer hat ein SD-Pixel fast 3,5 Quadratmillimeter Fläche auf diesem Teil. MfG, Schahn
  2. AW: Neues aus dem Testlabor: Goliaths Fernseher Du vieleicht nicht, aber die allermeisten sitzen eben viel zu weit weg für Full HD.
Alle Kommentare 2 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum