Studie: Internet immer entscheidender für Wahlen

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Berlin – Das Internet wird sich nach Angaben vieler Wähler entscheidend auf das Ergebnis der Bundestagswahl ausüben.

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Das ging aus einer Umfrage der Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) hervor. 44 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger seien der Meinung das eine Partei heutzutage ohne Internet keine Wahl mehr gewinnen könne.
 
Das Internet wird zum zentralen Medium für die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern, so die Bitkom. Drei Viertel der Wähler zwischen 18 und 29 Jahre informieren sich über politische Themen hauptsächlich nur noch über das Internet. Das Fernsehen nutzen laut der Studie 61 Prozent, persönliche Gespräche 56 Prozent und Tageszeitungen 54 Prozent. In der gesamten Bevölkerung hingegen nimmt das Internet bisher nur den fünften Platz ein.
 
Die Studie zeigt außerdem, dass sich 81 Prozent der Internetnutzer über Online-Angeboten von Zeitungen, Magazinen und Tv-Sendern informieren. Jeder Dritte nutze die Webseiten der politischen Parteien und mehr als jeder fünfte Bundesbürger informiere sich über soziale Online-Netzwerke wie Xing und Youtube. Dabei möchten laut Bitkom-Umfrage viele Bürger nicht nur ihre Mienung sagen, sondern selber an politischen Entscheidungen teilhaben können. Fast 40 Prozent will per Internet direkt mitentscheiden – bei den Jüngeren sind es 46 Prozent.
 
Darüber hinaus hat die Bitkom-Umfrage ergeben, dass 47 Prozent aller Bundesbürger ihre Stimme bei Wahlen gerne online abgeben möchten. Bisher seien Internetwahlen nach dem deutschen Wahlrecht noch nicht erlaubt. Laut Bitkomm würden allerdings viel mehr Leute wählen gehen, wenn es online möglich wäre.
 
Unter den Kritikern von Internetwahlen befürchten 32 Prozent der Befragten, dass das Wahlergebnis manipuliert werden könnte. Für 19 Prozent seien Online-Wahlen zu unpersönlich. Sollte die Stimmabgabe per Internet technisch sicher sein, könnte die bisherige Briefwahl dadurch abgelöst werden, teilte der Hightech-Verand mit. Zudem sei auch die Briefwahl manipulierbar. Niemand könne kontrollieren wer den Stimmzettel letztendlich ausgefüllt hat. Bei der letzten Bundestagswahl haben der Bitkom zufolge 18,6 Prozent der Wähler die Briefwahl genutzt – das enstpreche fast 9 Millionen Stimmen. [mth]

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3 Kommentare im Forum

  1. AW: Studie: Internet immer entscheidender für Wahlen Die Europawahl hat schon gezeigt, daß so eine These ohne Substanz ist.
  2. AW: Studie: Internet immer entscheidender für Wahlen Ja dann wird wohl die Piratenpartei den Kanzler stellen
  3. AW: Studie: Internet immer entscheidender für Wahlen Hauptsache die technikfeindlichen und veralteten "Standardpolitiker" merken das ein neuer Wind weht und sie sich anpassen müssen wenn sie nciht wie die Dinosaurier aussterben wollen. Die Meinung zum Internet usw. passen ja auf keine Kuhhaut mehr und es wird immer schlimmer was den Freiheits- und Rechteentzug der Bevölkerung betrifft.
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