Tim Cook entschuldigt sich für Apples Karten-App-Panne

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Apple-Chef Tim Cook entschuldigt sich öffentlich für die Fehlerhafte neue Karten-App für iPhone und iPad. Er gelobt Besserung und empfielt den Kunden einstweilen die Dienste der Konkurrenten Google, Nokia und Microsoft.

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Apple-Chef Tim Cook hat sich bei den Nutzern persönlich für die vielen Probleme mit den neuen Kartendienst auf iPhone und iPad entschuldigt. „Der Frust unserer Kunden tut uns extrem leid und wir tun was wir können, um den Kartendienst besser zu machen“, erklärte Cook in einem am Freitag veröffentlichten offenen Brief. Er ermutigte die Nutzer sogar, auf Kartendienste von Konkurrenten wie Google, Nokia oder Microsoft zuzugreifen, während Apple an den Verbesserungen arbeite.

Apple hatte zum Start des iPhone 5 in der neuen Version seines Betriebssystems iOS die bewährten Google-Karten durch einen eigenen Dienst ersetzt. Seit der Einführung Mitte vergangener Woche beschwerten sich viele Nutzer über falsche Ortsmarken, fehlende Details, verzerrte 3D-Bilder und fehlerhafte Wegbeschreibungen.
 
Die Google-Karten und die YouTube-App gehörten seit dem Start des ersten iPhone im Jahr 2007 fest zum Inventar des Mobilsystems von Apple. Sie fielen jetzt aber dem Zerwürfnis zwischen den beiden einstigen Partnern zum Opfer. Der Internet-Konzern zählt mit dem mobilen Betriebssystem Android zu Apples schärfsten Rivalen. Apple-Gründer Steve Jobs hielt Android zudem für eine Nachahmung von iOS und setzte einen Patentstreit in Gang. Für YouTube brachte Google inzwischen eine eigene App heraus, an einer Karten-Anwendung wird laut jüngsten Medienberichten gearbeitet.
 
„Wir bei Apple sind bestrebt, Weltklasse-Produkte mit dem bestmöglichen Erlebnis für unsere Kunden zu entwickeln. Mit dem Start unserer neuen Karten vergangene Woche haben wir bei diesem Bemühen versagt“, waren die klaren Worte von Cook. Inzwischen hätten aber mehr als 100 Millionen Kunden das Betriebssystem ihrer Geräte auf iOS 6 aktualisiert und nutzten die neuen Apple-Karten, sagte Cook zugleich. Der Dienst werde schneller besser, je mehr Menschen ihn nutzten, versprach er.

[dpa/ps]

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69 Kommentare im Forum

  1. AW: Tim Cook entschuldigt sich für Apples Karten-App-Panne Der Fokus und die Stärke Apples liegt im Trivialpatente einreichen, im Verklagen erfolgreicher Mitbewerber (weil sie technologisch einfach weiter sind und wissen was NFC ist) und im innovativen Verkleben von Batterien: der Garant dafür, dass ein Gerät nach höchstens zwei bis drei Jahren Schrottwert hat und zur Umweltbelastung wird.
  2. AW: Tim Cook entschuldigt sich für Apples Karten-App-Panne Da wird er sich aber freuen, wenn er das hier im Forum liest!
  3. AW: Tim Cook entschuldigt sich für Apples Karten-App-Panne Also beim neuen MacBook Pro Retina kommt das Ende der Lebensdauer der Batterie einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich, mal von der Umweltbelastung ganz abgesehen: Apple äußert sich zum Verzicht auf Umweltzertifikat | Mac & i Und wehe die verbraucherunfreundliche einjährige Herstellergarantie ist vorbei, dann wirds teuer: Apples MacBook Pro mit Retina Display laut iFixit kaum reparierbar Das man das iPhone auf seine Kosten einsenden muss, nur überteuerte Herstellerbatterien verbaut werden und inkl. der "Reparaturpauschale" oft den Zeitwert übersteigt, sei mal außen vor gelassen. Ich mache es so: bestelle mir bei Amazon für weniger als 15 EUR eine Batterie, mache die Abdeckung ab, wechsele die Batterie, lade das Handy und bin in wenigen Stunden wieder online und erreichbar. Und die Altbatterie wird umweltverträglich entsorgt - im Zweifel nicht das Komplettgerät, weil ein Neugerät/Neuvertrag billiger kommen würde! Problemlos tauschen: für Spezialfirmen vielleicht. Mal schauen wie schnell Tim Deinen Brief liest und kurzfristig eine Lösung präsentiert, anstatt lapidar auf funktionierende Konkurrenzprodukte zu verweisen (und nein, über die Verarbeitungsmängel und Probleme der Alulegierung des aktuellen iPhone lasse ich mich jetzt nicht aus). Würde mir als Kunde befremdlich vorkommen, wenn mir der Porsche-Händler sagt, ich solle mir doch einen Golf holen, weil beim aktuellen Modell gerade das Navi nicht funktioniert. Premium ist bei Apple nur der Preis und das Marketing.
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