75 Zoll LCD-TV mit Android: Sony KD-75XH9005 im Test

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Und hier unsere Notizen aus dem Testlabor zum Sony KD-75XH9005

Farbzwischentöne zeigt der XH90 äußerst präzise und natürlich, stärker gesättigte Bereiche werden dagegen bereits in der Grundeinstellung angehoben (SDR-Quelle). Der gute native Panelkontrast ermöglicht in Kombination mit dem LED-Dimming auch in dunklen Bereichen ausreichend satte Farben

Der XH90 mag in Summe nicht in Sonys Topliga mitspielen, aber die Bildabstimmung ab Werk ist auch bei diesem günstigen Modell vorbildlich. Einsteiger müssen sich um fast nichts kümmern und Gamer können dieses Qualitätsniveau auch im Spielmodus genießen

Bei der Kinofarbraumabdeckung muss sich der XH90 keinesfalls hinter teureren Top-Modellen verstecken: Im Vergleich zur XH95-Messung zeigen sich hier kaum Defizite. Die Phosphor-LED-Farblichterzeugung sorgt in Kombination mit dem LC-­Display für satte Farben, die dennoch natürlich erscheinen

Noch keinem TV ist es gelungen, auch nur ansatzweise an die maximale HDR-Farbsättigung heranzureichen, sodass sich eine Kritik in der Preisklasse des XH90 fast schon erübrigt. Sonys TV-Top-Modelle zeigen hier, wie schon bei der DCI-Messung, leichte Vorteile, fallen dafür aber auch kostspieliger aus

Der XH90 ist unterhalb des XH95 eingestuft und folgerichtig fällt die RGB-Farblichtleistung geringer aus. Dennoch: Mit 500 bis 800 Nits erstrahlt der XH90 vor allem vollflächig brillant. Wer HDR-Details in voller Pracht erleben will, muss dagegen tiefer in die Tasche greifen

Spätestens bei der Ermittlung des maximalen Farbvolumens zeigt sich, dass Sonys XH90 nicht mit dem XH95 konkurrieren kann. Der XH90 ist mit einem HDR600-Gaming-Monitor vergleichbar und bietet durch die Direct-LED-Hintergrundbeleuchtung zusätzliches Potenzial für Filmfans

Der große Pluspunkt des XH90: Die Bildhelligkeit von 500 bis 800 Nits steht nicht nur auf dem Papier, sondern lässt sich zuum Beispiel mit HDR-Games spielend erreichen. Auch bei großflächig hoher Leuchtintensität strahlte die Sonne im PS4-Spiel GT Sport mit 700 Nits – in dieser TV-Preisklasse ein Top-Wert

Der XH90 mag keine neuen Rekordwerte in Sachen Bildhelligkeit aufstellen, aber selbst bei einem 20-minütigen HDR-Dauertest unter Standbildbedingungen blieb die Bildhelligkeit konstant hoch. Das erfreut besonders Videospieler, die stundenlang in helle und bunte HDR-Welten abtauchen wollen

Jedes RGB-Subpixel wird je nach Helligkeit zweigeteilt angesteuert. Im 75XH90 ist kein X-Wide-Angle-Filter verbaut: Bei perfekter Sitzposition (mittig, Display auf Augenhöhe) profitieren Sie vom tollen VA-Panelkontrast. Weichen Sie minimal davon ab, bleicht das Bild hingegen auffällig schnell aus

Angenehm für die Augen: Verzichten Sie auf den Motionflow-Klarheitsregler, werden Bilder nahezu flimmerfrei ausgegeben (LED-PWM-Ansteuerung bei 575 bis 720Hz). Klarheit 1 verbessert die Bewegtbildschärfe (96/100/120-Hz-PWM-Effekt) bei nahezu konstanter Helligkeit (aber rötliche Farbblitzer)

Die voreingestellten Farbtemperaturwerte im Modus Experte zeigen nur geringfügige Abweichungen. Sony wählt allerdings einen leichten Grün-Push, um die Bildhelligkeit zu steigern. Mit wenigen Handgriffen lassen sich kleine Ungenauigkeiten korrigieren (durch LED-Dimming in der Praxis dennoch Abweichungen möglich)

Unser Testmodell war in den Grundeinstellungen etwas „zu hell“ abgestimmt, was sich mittels Gamma-Regler jedoch kompensieren ließ. Toller nativer Panelkontrast, Aufhellung zwischen 0,01 und 0,15 Nits. Durch wenig Dimming-Zonen nur großflächige Helligkeitsanpassung möglich

Bildquelle:

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