
Stefanie zu Guttenberg hat das Frauenbild im Fernsehen im Allgemeinen und die Sendung „Germany’s next Topmodel“ im Speziellen kritisiert. Die Frau des Verteidigungsministers sagte, knapp bekleidete Models, wie in dieser Sendung, schafften falsche Vorbilder.
Bei der Vorstellung ihres Buches „Schaut nicht weg!“ sagte die 33-Jährige, Kinder könnten im Gegensatz zu Erwachsenen nicht erkennen, was Show sei und was nicht. „Die Show gucken fünf, sechs, oder sieben Jahre alte Mädchen. Nichts ist für sie toller als auf dem Laufsteg zu laufen oder sich im Matsch zu suhlen.“ Doch nicht nur diese spezielle Sendung kritisiert zu Guttenberg.
Die Mutter zweier Kinder landet auch eine Breitseite gegen das gesamte Privatfernsehen. So heißt es in ihrem Buch: „Insignien der Pornoindustrie haben auch im Privatfernsehen Hochkonjunktur.“ Dabei kommt auch das Aushängeschild von „Germany’s next Topmodel“, Heidi Klum, nicht ohne Kritik davon. Sie inszeniere sich „als Vierfachmutter in Overkneestiefeln und Lederkorsett.“ Dabei kritisiere sie nicht die Person Heidi Klum, vielmehr gehe es umdie Darstellung solcher Sendungen.
„Wenn ich in meinem Umfeld erlebe, dass schon neunjährige Mädchen Topmodel-Shows im Fernsehen schauen oder mit Begeisterung vom neuen Videoclip von Lady Gaga – schwarzes Leder-Mieder, Strapse, freie Pobacken – erzählen, dann mache ich mir gelegentlich Sorgen um das Frauenbild, mit dem diese Kinder aufwachsen“, so die Ministergattin weiter. Eltern sollten Kinder nicht auf das Fernsehen oder Internet „loslassen, ohne sich Gedanken zu machen, was die da machen“. [mw]
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