Warum ist es sinnvoll, die eigene IP-Adresse zu verbergen?

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Ein VPN erhöht die Sicherheit und Freiheit im Internet
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Es gibt Möglichkeiten, die eigene IP-Adresse mit wenig Aufwand zu verschleiern, damit sie von Dritten nicht mehr einsehbar ist. Eine gute Alternative offenbart sich mit einem VPN (Virtual Private Network).

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Wenn Sie im Internet unterwegs sind, meldet sich Ihr PC bei einem Server mittels Ihrer IP-Adresse an. Sobald die Verbindung hergestellt ist, wird eine Menge persönlicher Daten übertragen. Solange die IP-Adresse sichtbar ist, haben Werbeunternehmen, Hacker und Geheimdienste darauf relativ unbeschwert Zugriff. Sie spionieren Ihr Verhalten im World Wide Web aus und es werden Ihnen unzählige Werbebotschaften zugesandt. Im schlimmsten Falle ist eines Tages Ihr Bankkonto leergeräumt.

Doch gibt es Möglichkeiten, die IP-Adresse mit wenig Aufwand zu verschleiern, damit sie von Dritten nicht mehr einsehbar ist. So können Sie sich ins sogenannte Tor-Netzwerk oder in einen Proxyserver einwählen. Eine gute Alternative, um Ihre IP-Adresse zu verbergen, offenbart sich mit einem VPN (Virtual Private Network).

Warum ist eine Verschleierung der IP-Adresse notwendig?

Gründe, Ihre IP-Adresse zu verbergen, gibt es viele. Neben der erhöhten Sicherheit ist es vor allem die unbegrenzte Freiheit im Netz, die mit der Verschleierung Ihrer IP-Adresse einhergeht.

  • Schutz vor Spionen und Hackern
  • sichere Verbindungen in öffentlichen Netzwerken
  • Vermeidung von Geo-Blockern
  • Besuch von Webseiten ohne die Preisgabe der eigenen Identität
  • Umgehung von Einschränkungen durch den Arbeitgeber oder die Schule
  • Umgehung der Zensur durch Regierungen
  • das Ausspähen durch Geheimdienste verhindern
  • eigene Internetaktivitäten vor dem Provider verstecken
  • Zugang zu einer Vielzahl von Streaming-Diensten

Welche Möglichkeiten zur Verschleierung der IP-Adresse gibt es?

Derzeit sind folgende Tools auf dem Markt, mit denen Sie Ihre Aktivitäten im Internet verschleiern können:

Verschlüsselung der IP-Adresse per VPN

In der Regel wird ein VPN aus dem Internet heruntergeladen. Darüber hinaus sind einige Systeme auf Hardware-Basis erhältlich. Beide Lösungen haben ihren eigenen Charme.

Softwaregebunden

Sobald Sie sich für einen Anbieter entschieden und dessen Software installiert haben, besteht die Möglichkeit, sich diskret im Internet zu bewegen. Das VPN verschlüsselt Ihren gesamten Datenverkehr, die eigene IP-Adresse ist nicht mehr einsehbar. Ihr Client, also der PC, das Tablet oder das Smartphone, wird dabei mit einer IP-Adresse des VPN-Netzwerkes verbunden. Dieses leitet den gesamten Internetverkehr durch eine Art “Tunnel” direkt auf die Seite, welche Sie anklicken. Alle Aktivitäten, welche Sie jetzt vornehmen, bleiben für fremde Augen unsichtbar.

VPN-Server stehen überall auf der Welt bereit. Als Anwender müssen Sie nur den gewünschten Standort auswählen, den Rest übernimmt der VPN-Dienst eigenständig. Häufig nutzen softwaregebundene VPN-Dienste Mietserver, um die IP-Adresse zu verschleiern und den Internetverkehr zu verstecken. Dieses Vorgehen beinhaltet ein Risiko, da die Betreiber der Mietserver die IP-Adresse zwangsläufig kennen. Auch der Download der Software an sich umfasst ein gewisses Gefahrenpotenzial. 

Mittels einer Hardware

Daher bieten Hersteller wie DN8 eine Lösung an, die mit einer Privacy Cube (Hosentaschen Router) funktioniert. Der kleine Kasten hält u. a. einen AdBlocker und einen Content Filter sowie eine Firewall bereit und funktioniert nach dem Plug & Play-Prinzip. Eine Privacy Cube lässt sich per Wi-Fi im gesamten Gebäude nutzen. 

Im Gegensatz zur Konkurrenz werden dabei nur eigene Server und eine selbstständige Infrastruktur genutzt. Auch die Verschlüsselungstechnologie ist einzigartig, zumal die Schlüssel täglich ausgetauscht werden. Dadurch wird es nahezu unmöglich, eine solche Verbindung zu attackieren. 

Verschleierung über Proxyserver

Auch ein Proxyserver ist dem Client vorgeschaltet. Ähnlich wie das VPN wird Ihr Internetverkehr über eine “fremde” IP-Adresse abgewickelt. Sowohl die Anfragen als auch die Antworten werden vom Proxyserver verwaltet. 

Ein Proxy bietet im Vergleich zum VPN weniger Sicherheiten. Die Daten an sich werden nämlich nicht verschlüsselt. Zudem kann Ihr Datenverkehr von gewieften Hackern aufgefangen werden, wenn sie sich auf dem Weg von Ihrem Computer zum Proxyserver befinden. 

Verstecken im Tor-Netzwerk

Tor (The Onion Router) beschreibt ein kostenloses Netzwerk von Servern, das von Freiwilligen betrieben wird. Dabei wird Ihr Datenverkehr durch mehrere verschiedene Verschlüsselungsebenen geleitet und verschleiert. Auf jeder dieser Ebenen werden die Daten von drei Relay-Knoten weitergeleitet und verschlüsselt, wobei jeder Knotenpunkt nur den direkten Vorgänger und Nachfolger identifizieren kann. Erst beim letzten Knoten werden die Daten vollständig entschlüsselt und zum Ziel gesendet.

Das Tor-Verschlüsselungssystem ist sehr gründlich. Der Nachteil dabei ist, dass es lange dauert, bis die Daten ans Ziel gelangen. Der Preis für die ausgeprägte Anonymität ist somit ein merklicher Verlust an Surfgeschwindigkeit.

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