DiSEqC-Grundlagen

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Motorische Drehanlagen

Über das Antennenkabel werden vom Receiver zum LNB eine Reihe von Steuersignalen übertragen. Neben unterschiedlichen Spannungshöhen zur Polarisationsumschaltung und das 22-kHz-Signal gibt es auch das DiSEqC-Protokoll, das es in mehreren Varianten gibt.

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Es ist etwa erforderlich, um mehrere Satelliten (LNB) direkt anzusteuern oder eine mit einem DiSEqC-Motor ausgerüstete Drehanlage auf die gewünschten Satelliten auszurichten. Relevant bei der Entwicklung des DiSEqC-Protokolls war weiter, alle Befehle über das Antennenkabel leiten zu können. Womit keine separaten Steuerkabel, so wie in der Sat-Frühzeit, nicht mehr erforderlich waren.

DiSEqC-Anwendungen

DiSEqC gibt es in mehreren Varianten. Man spricht auch von Levels. Mit dem Level steigt auch die Funktionalität. Tone Burst, auch Mini-DiSEqC genannt, erlaubt das ansteuern von zwei LNBs.
 
Zur üblichen Minimalausstattung digitaler Sat-Receiver zählt das höherwertigere DiSEqC 1.0, mit dem Multifeed-Anlagen mit bis zu vier LNB gesteuert werden können. Meist bieten aktuelle Digitalboxen auch die DiSEqC-Varianten 1.2 und 1.3 (USALS) an, die zusätzlich den Betrieb einer DiSEqC-Drehanlage erlauben.
 
DiSEqC 1.1 ist nur relativ selten vertreten. Es ist für große Multifeed-Anlagen, mit denen mehr als 4 Satellitenpositionen angepeilt werden, erforderlich. DiSEqC-2er-Levels sind bidirektional. Das heißt, dass die einzelnen Komponenten, wie der LNB, Multischalter und Receiver untereinander kommunizieren.
 
Auf diese Weise erkennt beispielsweise der Receiver automatisch, an welcher Anlage er angeschlossen ist und braucht nicht manuell konfiguriert zu werden. Wegen noch fehlender Bauteile genießen die DiSEqC-2-Varianten noch keine Bedeutung.

Unterschiede zwischen den einzelnen DiSEqC-Levels

(Thomas Riegler)

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