Game Of Thrones

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Game Of Thrones, Teil 3

Im Zeichen der dreiäugigen Krähe

Doch seien Sie gewarnt: In dieser Serie geht es hauptsächlich um den Tod. Wer nicht darauf gefasst ist, könnte über das plötzliche Ableben seines Lieblingscharakters sehr überrascht sein (vorausgesetzt, man kennt die Bücher noch nicht). Interessanterweise wird gerade in den Szenen, in denen der Tod am meisten präsent ist, deutlich, dass es um der Spannung willen unter der ganzen Verwesung auch wieder Leben geben muss. Und wenn es nur ein vormals totes Augenpaar ist, das sich wider der Natur öffnet.
 
Der Blick auf das Ganze offenbart: Während sich die Lords im Inneren der Mauern mittels Intrigen und Machtspielchen gegenseitig die Köpfe einschlagen, erstarkt vor den Mauern die unheimliche Macht der Wildlinge. Wenn die Adelshäuser nicht zusammenarbeiten, werden sie alle untergehen, egal wer auf dem eisernen Thron sitzt. Und was hat es eigentlich mit den blauäugigen Untoten auf sich, denen nur mit Feuer beizukommen ist? Es wird unheimlich.

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Unser ist der Zorn

Die „Game Of Thones“-Serien-Box wird mit den zehn Episoden der ersten Staffel auf fünf Blu-ray Discs angeboten. Die Lauflänge jeder Folge beträgt rund 56 Minuten. Mit einem Bildformat von 1.78 : 1 und einer in DTS-HD MA 5.1 abgemischten Tonspur nimmt die 60 Millionen US-Dollar teure Produktion Kinoausmaße an. Dem Disc-Set liegt ein ausklappbarer Episodenguide mit den Stammbäumen der einzelnen Häuser bei, die in der ersten Staffel vorkommen. Das umfangreiche Bonusmaterial können Sie der entsprechenden Übersicht entnehmen. Trotz der hochwertigen Menüführung ist die Verteilung des Bonusmaterials auf die fünf Scheiben etwas wirr geraten.
 
Theoretisch können Sie sämtliches Material von jeder Disc aus anwählen, werden dann jedoch aufgefordert, die Scheibe zu wechseln (der Großteil befi ndet sich auf den Discs 3 und 5). Die Erstauflage enthält zusätzlich ein exklusives Fotobuch und eine Gratis-DVD mit der ersten Episode der preisgekrönten Serie „Boardwalk Empire“. Die Kantenschärfe ist gut, wenn auch nicht überragend. Obwohl die Dunkelheit allgegenwärtig ist, lassen die scharfen Bilder vielfältige Texturen und allerkleinste Details erkennen.

Borkenrinde, Blütenblätter, Grashalme, plätscherndes Wasser, Schneeflocken, ja sogar die Fellmäntel der Protagonisten tragen ihren immensen Detailreichtum zur Schau. Mit dem Wechsel der Schauplätze ändert sich auch das Colortiming. So wirken die Trainingseinlagen Lord Schnees in der winterlichen Nachtwache unterkühlt blau. Die intriganten Machenschaften am Hofe von Königsmund besitzen einen warmen Ton bei entsättigten Farben und der Dothraki-Stamm wildert bei weißem Sonnenlicht. Innerhalb der Palasträumlichkeiten spielen zudem weiches Licht sowie dunkle, allumfassende Schatten die ausschlaggebende Rolle für den markanten Look.
 
Das großartige Musikthema der Eröffnungssequenz ist nicht das einzige akustische Glanzstück der Serie. Komponist Ramin Djawadi („Iron Man“, „Kampf der Titanen“) trifft die unvergleichliche Stimmung mit seinen charakteristischen Serenaden und Weisen auch in den emotionalsten Sequenzen auf den Punkt. Besitzer einer 5.1-Surround-Anlage bekommen eine kinoartige Abmischung zu hören. Geräusche wie Blätterrauschen, kalter Wind oder Hufgetrappel sind subtil, aber sehr wirksam auf die Surround-Kanäle gelegt, sodass ein rundum natürlicher Klangraum entsteht.
(Rayk Hoppe, Falko Theuner)

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