Jurassic Park – Ultimate Trilogy

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Jurassic Park – Ultimate Trilogy

Gewitter, zwei Autos im Regen, die Erde bebt, das Wasser im Glas bildet konzentrische Kreise, eine Kralle berührt den Starkstrom-Zaun, der nun seine schockierende Kraft verloren hat. Nach einem kurzen Augenblick der Stille ragt der Kopf eines ausgewachsenen Tyrannosaurus Rex über die Bäume. Sein Schrei ist markerschütternd und ein Vorbote für all jenen Terror, der auf diese Szene folgen wird.

Wer diese Szene kennt, ist dem Donnerechsenfilm bereits verfallen, denn „Jurassic Park“ ist Kult. Einer der ganz großen Monsterfilme, der es schaffte, das Publikum in eine regelrechte Dinomanie zu versetzen. Seine visuellen Effekte besitzen auch heute noch Tragkraft und eine Vorzeigequalität, die in Anbetracht der Entstehungsjahre Mustergültigkeit erreicht.
 
 
Was ILM damals in den Neunzigern der Regie von Steven Spielberg erschuf, schlicht und ergreifend ein neuer Standard der Effektkunst. Wie durch Zauberhand entstanden glaubwürdige Abbilder von lebenden, atmenden Dinosauriern erstmals durch computergenerierte Grafikpower. Wer weiß, wie „Jurassic Park“ ausgesehen hätte, wenn sich Spielberg als Freund des Analogen für die vormals angedachte Stop-Motion-Tricktechnik entschieden hätte. Mit der Umentscheidung fiel zwar Phil Tippetts („Krieg der Sterne“) großartige Vorarbeit zu den Animationen vom Tisch, jedoch sahen dafür die insgesamt 15 Minuten, in denen Stan Winstons („Avatar“) Animatronics und ILMs computergenerierte Dinos zu sehen waren, einfach nur genial aus – Tippetts Erfahrung als Animator trug ebenfalls dazu bei.

Baupläne des Lebens

 
Aber auch das Thema „Gentechnologie“ traf Anfang der 1990er Jahre den Nerv der Zeit. Fragte sich Steven Spielberg noch kurz zuvor, wie er dem Publikum die Wiederauferstehung der riesigen Donnerechsen plausibel verkaufen könnte, lieferte der inzwischen verstorbene Thriller-Autor Michael Crichton mit seinem Roman „Dino Park“ genau die Erklärung, die das Projekt benötigte.
 
 
Statt einer Zeitanomalie bemüht der Roman bzw. Film fähige Genforscher damit, aus in Bernstein konservierten Mücken Jahrmillionen altes Dinosaurierblut zu extrahieren, um so die nötigen Bausteine zur Rekonstruktion der Tiere zu gewinnen. Damit rückte die Schöpfung einer Insel voller Urzeitungetüme in die glaubhafte Nähe unserer Alltagswelt – und zwar in Form eines Vergnügungsparks für die ganze Familie. Und obwohl sich die als Probelauf gedachte Erkundung der neuen Dinosaurierheimat zu einem wahrhaftigen Albtraum entwickelt, konnten die Kinogänger die Verwunderung und Aufgeregtheit der Paläontologen Dr. Grant (Sam Neill) und Dr. Sattler (Laura Dern) absolut nachvollziehen, wenn diese wieder eine ihrer Theorien bestätigt oder widerlegt sahen.

Der Trailer zu „Jurassic Park“

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