Plastische Bilder auf Knopfdruck

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2D / 3D-Konvertierung

Samsung und Sony haben den Mangel an echten 3D-Inhalten frühzeitig erkannt und integrierten in ihren 3D-Fernsehern eine 2D/3D-Konvertierung, die auf Knopfdruck ein besonders plastisches Erlebnis garantiert – und das mit jeder Quelle.

Fußballzeit

Kaum eine Testsequenz bietet so viel 3-D-Potenzial wie eine Fußballübertragung. Während der seitlichen „Obendraufkamera“ hält sich der 3-D-Eindruck noch in Grenzen, doch spätestens beim Eckball kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Der Spieler an der Eckfahne scheint zum Greifen nah, während die Mitspieler in Tornähe die Entfernung räumlich glaubhaft widerspiegeln. Auch die Fantribünen wirken bei voller Besetzung weitaus beeindruckender als in der 2-D-Ansicht.
 
Samsungs 3-D-Konvertierung bot die stärkere Plastizität, aber auch Sonys System konnte sich ausreichend in Szene setzen. In wenigen Sequenzen schienen die Spieler aber förmlich über den Rasen zu schweben – infolge der Bildaufzeichnung und Ausstrahlung in Halbbildern erscheint der sich bewegende Rasen wie eine matschige Fläche, während die Spieler von der Bildnachbearbeitung extrem scharf abgegrenzt wirken. Samsungs Konvertierung erschien ausgeglichener, doch die ständig wechselnde Intensität der Bildtiefe, gut sichtbar an den wandernden Doppelbildern bei der Spielstandeinblendung, machte ein Zuschauen über 45 Minuten nahezu unmöglich.

Um gleich zu Beginn auf die Euphoriebremse zu treten: Technisch ist es unmöglich, aus einer 2-D-Quelle per Nachbearbeitung die Qualität einer echten 3-D-Zuspielung zu bekommen. Dies ist vergleichbar mit Filmen auf DVD, die auch mit der besten Überarbeitung nicht an die Blu-ray-Fassung heranreichen. Falls Sie im Kino „Avatar“ (echtes 3-D) und „Kampf der Titanen“ (konvertiert in 3-D) gesehen haben, wissen Sie bereits, wie groß der qualitative Unterschied ausfallen kann.
 
Die für den 3-D-Eindruck maßgebliche Tiefeninformation ist bei normalen 2-D-Quellen lediglich zu erraten und hier greifen die Hersteller auf verschiedene Verfahren zurück. Samsung setzt beispielsweise auf eine automatische Tiefenregulierung, die anhand von Helligkeit und Bildschärfe versucht, die Bilder für das linke und rechte Auge optimal zu bestimmen. Sonys 3-D-Konvertierung arbeitet statisch und konvertiert einfach alles in die dritte Dimension, selbst wenn ein Gegenstand gar nicht räumlich ist. Unsere Tests zeigten, dass sogar Buchstaben oder Linien in die dritte Dimension verfrachtet wurden, sodass das Ergebnis nur durch eine Verringerung der Intensität beeinflusst werden kann.
 
Samsungs 3-D-Konvertierung vermied es dagegen, flachen Elementen Räumlichkeit einzuimpfen – zumindest, wenn weiße oder schwarze Bildinhalte vorlagen. Im direkten Vergleich zu Sonys Konvertierung generierte Samsungs 3-D-Technik eine höhere Bildtiefe, grenzte unterschiedlich positionierte Elemente stärker voneinander ab und erzeugte im Idealfall einen 3-D-ähnlichen Effekt. Jedoch führte die Analyse und Anpassung des 3-D-Effektes zu einer weitaus größeren Problematik.
 
Bereits nach wenigen Minuten wirkte die konvertierte 3-D-Darstellung anstrengend und unsere Versuchspersonen mussten den Test abbrechen. Ohne Brille erkannten wir die Ursache: Samsungs Nachbearbeitung reagiert zu wechselhaft und ändert den Tiefeneindruck binnen Sekunden. Die Bilder für das linke und rechte Auge verschieben sich permanent, was die hohe Belastung im Praxistest erklärt. Zudem korrigiert die Perspektivanpassung immer das komplette Bild, einzelne Bereiche können nur eingeschränkt abgestimmt werden. Sonys Konvertierung wirkt insgesamt angenehmer, denn die voreingestellte Intensität bleibt erhalten. Der Bildinhalt wird meist aber nur in seiner Gesamtheit „hinter“ die Bildfläche verlegt, einzelne Elemente wirken flach. Zudem trüben Geisterschatten den guten Gesamteindruck, hier zeigt sich Samsung auch bei hoher Intensität der 3-D-Konvertierung überlegen.

Fußballzeit

Kaum eine Testsequenz bietet so viel 3-D-Potenzial wie eine Fußballübertragung. Während der seitlichen „Obendraufkamera“ hält sich der 3-D-Eindruck noch in Grenzen, doch spätestens beim Eckball kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Der Spieler an der Eckfahne scheint zum Greifen nah, während die Mitspieler in Tornähe die Entfernung räumlich glaubhaft widerspiegeln. Auch die Fantribünen wirken bei voller Besetzung weitaus beeindruckender als in der 2-D-Ansicht.
 
Samsungs 3-D-Konvertierung bot die stärkere Plastizität, aber auch Sonys System konnte sich ausreichend in Szene setzen. In wenigen Sequenzen schienen die Spieler aber förmlich über den Rasen zu schweben – infolge der Bildaufzeichnung und Ausstrahlung in Halbbildern erscheint der sich bewegende Rasen wie eine matschige Fläche, während die Spieler von der Bildnachbearbeitung extrem scharf abgegrenzt wirken. Samsungs Konvertierung erschien ausgeglichener, doch die ständig wechselnde Intensität der Bildtiefe, gut sichtbar an den wandernden Doppelbildern bei der Spielstandeinblendung, machte ein Zuschauen über 45 Minuten nahezu unmöglich.

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