Wechsel zum TV der Zukunft

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Wechsel zum TV der Zukunft, Teil 2

Optimale Voraussetzungen

Leider ist IPTV derzeit noch nicht überall empfangbar, da je nach Nutzung des Netzes eine entsprechend hohe Bandbreite nötig ist. Wer lediglich SD-Inhalte via IPTV schauen will, für den reicht eine Geschwindigkeit von 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Für hochauflösende Sender genügt diese Bandbreite zwar ebenfalls, optimal wäre jedoch VDSL, bei der mitunter Übertragungsgeschwindigkeiten von 52 MBit/s erreicht werden. Beim Anbieter Vodafone ist theoretisch auch eine Bandbreite von 10 bis 12 MBit/s möglich.
 
Wer allerdings komplett störungsfreies HDTV genießen und vielleicht auch mehrere Geräte in einem Haushalt mit hochauflösendem Fernsehen versorgen will, dem sei VDSL wärmstens empfohlen. In Deutschland ist die VDSL-Technik allerdings noch nicht flächendeckend ausgebaut. Da die Deutsche Telekom und Vodafone jedoch ständig um den Ausbau ihrer Netze bemüht sind, ist die Wahrscheinlichkeit der VDSL-Verfügbarkeit inzwischen relativ hoch. Besonders in großen und mittelgroßen Städten stehen die Chancen sehr gut.

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Interaktive Anwendungen

Neben den Möglichkeiten, HDTV, 3D und Video-on-Demand zu erleben, ist IPTV seinen Empfangskonkurrenten einen bedeutenden Schritt voraus, denn im Gegensatz zu Sat, Kabel und DVB-T ist IPTV dank eines Rückkanals in der Lage, interaktive Anwendungen in einem Maße zu nutzen wie nie zuvor. Wer sich nichts darunter vorstellen kann, wie diese Anwendungen konkret umgesetzt werden, dem soll als kleines Beispiel das Fußballangebot von „Entertain“ zur Anschauung dienen. Bei „Liga total!“ können Abonnenten ihr Spielprogramm mittels Konferenzschaltung nach eigenen Wünschen selbst zusammenstellen. Darüber hinaus ist es möglich, bestimmte Szenen nach dem eigentlichen Spiel abzurufen oder Livestatistiken während der Partie einzublenden.
 
Am Beispiel von „Liga total!“ sieht man schon jetzt, welche vielfältigen und nahezu unbegrenzten Potenziale in IPTV stecken. Zukünftig wären auch Quiz-Sendungen zum Mitmachen vorstellbar, genauso wie individuell zugeschnittene Shopping-Angebote oder Liveabstimmungen. Und die Palette an Möglichkeiten kann um ein Vielfaches erweitert werden. Natürlich bleiben kritische Stimmen bei der Entwicklung neuer Technologien nie aus. So gibt es Skeptiker, die bei der Nutzung von IPTV datenschutzrechtliche Bedenken haben. Über den Rückkanal könnten Informationen missbraucht und Nutzeraktionen zu Marketing-Zwecken verwendet werden.
 
Erst vor Kurzem hat die Deutsche Telekom E-Mails verschickt, in der „Entertain“-Kunden über die Einführung einer statistischen Auswertung des Nutzungsverhaltens informiert wurden. Hier sollen Informationen über die Nutzung des Live-TVs, des TV-Archivs sowie Senderwechsel erfasst werden. Die statistische Auswertung erfolgt völlig anonymisiert. Wer dennoch nicht möchte, dass sein Nutzungsverhalten erfasst wird, kann am Mediareceiver unter „Einstellungen“ – „Benutzerkonto“ – „Datenschutz“ das Ganze deaktivieren.

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