Im Test: Sky Sprachfernbedienung

221
© Sky

Die neue Sprachsteuerung von Sky

Schon seit einigen Jahren erfreut sich die Sprachsteuerung wachsender Beliebtheit. Auch einige Digitalreceiver lassen sich mittlerweile per Sprache steuern. Diesen Trend hat auch Sky erkannt und offeriert seinen Abonnenten eine spezielle Sprachfernbedienung.

Im Gegensatz zu anderen Anbietern setzt Sky dabei offenbar nicht auf bereits etablierte Systeme wie Amazons Alexa oder Google Home, sondern scheint eine proprietäre Steuerung entwickelt zu haben. Voraussetzung zur Steuerung per Sprache ist eine aktuelle Sky-Q-Box und die spezielle Sprachfernbedienung der Münchner. Aktuell wird diese Neukunden automatisch zusammen mit der Box zugeschickt. Ab November sollen dann auch Bestandskunden die Fernbedienung ordern können. Wir haben uns die Sprachsteuerung im Testlabor einmal angeschaut.

Sprach-Fernbedienung

Rein optisch unterscheidet sich die Sprachfernbedienung kaum vom normalen Signalgeber. Erst bei genauerer Betrachtung fällt der Mikrofonknopf an der rechten Seite und das kleine Loch mit dem Mikrofon unter dem Sky-Logo auf. Weiteres Unterscheidungsmerkmal: Statt „OK“ ist auf die mittlere Taste im Steuerkreuz nur ein Punkt aufgedruckt. Zunächst verhält sich die neue Fernbedienung ganz normal und lässt eine Steuerung des Receivers per Infrarot zu. Erst nach einem längeren Druck auf die Tasten 1 und 3 (mindestens 5 Sekunden) wird die Fernbedienung auch per Bluetooth mit dem Receiver gekoppelt. Dann ist auch die Sprachfernbedienung aktiv und erlaubt sozusagen die freihändige Steuerung der Q-Box von Sky.

Funktionen

Die Steuermöglichkeiten sind dabei recht umfangreich und erlauben die Steuerung des Receivers an vielen Stellen. So lässt sich beispielsweise problemlos der Sender wechseln. Wahlweise kann hier der exakte Sendername oder alternativ auch die Kanalnummer angegeben werden. Bei Sendern mit einfachen Namen klappte das im Test problemlos. Wichtig zu wissen: Die Sprachfernbedienung erwartet in der Regel den exakten und vollständigen Sendernamen. So findet der Receiver bei der Suche nach „MDR“ oder „MDR HD“ keine Sender. Korrekterweise muss hier „MDR Sachsen“ für die SD-Variante und „MDR Sachsen HD“ für die hochauflösende Version eingesprochen werden.

Mit etwas Übung klappte die richtige Senderwahl per Sprache ohne Schwierigkeiten und auch genauso schnell, als hätte man den Sender per Knopfdruck gewählt. Übrigens hat Sky nach unserem großen Test der Q-Box reagiert und stellt nun die HD-Versionen der öffentlich-rechtlichen Sender in der Favoritenliste anstatt der SD-Versionen zur Verfügung.

Suchfunktion

Besonders komfortabel ist die Sprachsteuerung natürlich bei der Suche nach bestimmten Filmen, Serien oder auch Schauspielern. Hier reicht es, einfach den Namen einzusprechen. So bekommt man bei der Sprachsuche nach „Bruce Willis“ alle Sendungen mit dem populären Schauspieler angezeigt. Dabei berücksichtigt die Box nicht nur Filme und Serien, die auf Abruf zur Verfügung stehen, sondern auch Sendungen im linearen Fernsehen. Diese werden als Vorschläge zur Aufnahme angezeigt.

Leider berücksichtigt die Box hier auch verschlüsselte Sender aus Österreich und der Schweiz, die hierzulande für Sky-Abonnenten ja nicht empfangbar sind. Praktisch wäre es gewesen, die Suchfunktion würde diese Sender entweder nicht berücksichtigen oder der Nutzer hätte die Möglichkeit, solche Sender in der Kanalliste zu sperren bzw. zu löschen. Aktuell muss man einfach solche Vorschläge ignorieren.

Ein weiteres kleines Problem: Wird nach oft ausgestrahlten Serien gesucht, geht die Übersicht etwas verloren. Beispiel: Die Telenovela „Sturm der Liebe“. Wird nach dieser Serie gesucht, werden offensichtlich die Treffer nach der Nummer der Folge sortiert. Das hat zur Folge, dass zunächst zahlreiche ältere Ausstrahlungen auf One HD gelistet werden, die teilweise erst in den nächsten Tagen zu sehen sind. Erst danach folgen die aktuellen Ausstrahlungen am Tag der Suche.

Im Test beispielsweise mussten wir uns durch 13 alte Folgen klicken, bevor die aktuellen Ausstrahlungen folgten. Das ist natürlich etwas verwirrend, allerdings kein spezifisches Problem der Sprachsteuerung. Die Suche an sich ist nämlich dank der Sprachsteuerung deutlich komfortabler, als wenn man komplizierte Schauspielernamen oder Sendungen mühsam über die Zifferntasten zusammen klicken muss.

Bildquelle:

  • Sky_Sprachfernbedienung: © Sky

Kommentare im Forum