Umweltschonend verteilt: Axing SPU 58-06 im Test

6
952
Anzeige

Wer mehr als die von den meisten LNBs zur Verfügung gestellten vier Teilnehmeranschlüsse benötigt, sollte auf ein Verteilsystem setzen. Dabei sind nicht nur die Anschaffungskosten zu beachten, sondern auch Folgekosten für den Stromverbrauch. Sinnvoll sind hier stromlose Multischalter.

Der Axing SPU 58-06 ist ein komplett receivergespeister Multischalter für die Verteilung eines Satellitensystems. Ein Netzteil ist somit nicht nötig, Schalter sowie auch der angeschlossene LNB werden von den angeschlossen TV- oder Empfangsgeräten gespeist.

Ausstattung

An der Oberseite sind vier ZF-Eingänge – für jede Empfangsebene einer – sowie der terrestrische Eingang zu finden. An den beiden Seiten des SPU 58-06 stehen jeweils vier Teilnehmerausgänge bereit. Auf der rechten Seite ist zudem ein optional nutzbarer Netzteilanschluss vorhanden, links zeigt eine LED den Betriebszustand des Gerätes an. An der Unterseite werden die fünf Eingänge der Oberseite wieder nach außen geführt, sodass auch weitere Kaskaden aus dem Hause Axing in einer Verteilanlage angeschlossen werden können, beispielsweise etwa der Unicableverteiler SES 522-06. Alle Anschlüsse am Multischalter besitzen gute Abstände zum Nachbaranschluss, sodass die F-Stecker-Montage nicht zum Geduldsspiel wird. Da es sich um einen Verteiler der klassischen Bauweise handelt, ist der Anschluss kinderleicht möglich. Im Test arbeitet der Verteiler äußerst zuverlässig, egal wie viele Geräte angeschlossen sind. Selbst ein in Betrieb befindlicher Receiver reicht, um die nötige Versorgungsspannung für LNB und Schalter zu realisieren. Unsere Messung verdeutlicht, das der Verteiler selbst mit einer Stromaufnahme von 31 Milliampere (mA) sehr genügsam ist. Ein herkömmlicher Quattro LNB schlägt nochmal mit rund 180 mA zu.
An der rechten Seite signalisiert eine Farbwechsel-LED den Betriebszustand. Dies bedeutet, ist ein Receiver im System angeschlossen, wechselt der Schalter vom Standbymodus in den Betriebszustand.

© Auerbach Verlag

Bei den Messergebnissen muss sich der Axing SPU 58-06 keinesfalls verstecken. Maximale Dämpfungen von 0,5 Dezibel beim Träger Rauschabstand gegenüber der Messung direkt am LNB sind exzellente Werte. Somit ist die Durchgangsdämpfung des Gerätes äußerst gering und er kann auch für Satellitensysteme wie Türksat zum Einsatz kommen. Andererseits ist auch eine Nutzung mit kleineren Antennen möglich. Natürlich geht dies nur, wenn nur ein Schalter in der Verteilanlage vorkommt. Wird das Ganze als Kaskadenanlage genutzt, erhöht sich die Dämpfung und der Einsatz von ausreichend großen Antennen – es empfehlen sich 90 Zentimeter Antennendurchmesser für das Astra Satellitensystem auf 19,2 Grad Ost – sind zu nutzen.

Bildquelle:

  • Tabelle_Axing: © Auerbach Verlag
  • _MG_1159: © Auerbach Verlag

6 Kommentare im Forum

  1. Den terrestrischen Anschluss mit einer Anschlussdämpfung von sage und schreibe 23dB+/-2dB hätte man sich sparen können, zumal an dem Anschluss auch keine 5V für eine aktive Antenne mit Verstärker zuschaltbar ist.
  2. Schon wieder ein "Test" mit abweichenden Ergenissen 89% oben und 86% unten in der "Zusammenfassung" ... falsches drag&drop aus einer Übernahme von anderen Geräten ? Bei einer anderen Suche ist mir gerade der Schwaiger SEW 58 über den Bildschirm gelaufen ... Ich möchte hier vieles anzweifeln was dort steht :-) Vor allem: Wie soll den das gehen ? sind alle Receiver aus (= kein Strom) wird wohl auch jeder Verstärker der dafür notwendig ist aus sein ... und wie sind die Werte dann dafür ? Noch besser ist aber auch: Der Strom der hier benötigt wird (22kHz Generator bei Quad-LNB Betrieb) wird dazu (aktive Terrestrik nach den Angaben oben zu deren Dämpfung) irgendwann mal so weit hoch gehen das ein Receiver-Netzteil das nicht mehr bringt (vor allem bei Stahl-Kabeln die bei diesen Geiz-Ist-Geil Anlagen ja gerne eingesetzt werden, vor allem wegen derer super "Abschirmung" oft von 145db :-) ) und noch dazu bei langen Kabelwegen, oft sind da schon 15 Meter zu viel - gar nix mehr geht. Bewertungen von anderen solchen Dingen:
  3. Ist das so eigentlich richtig ? Spart man wirkich ? Das Ding braucht strom, bezieht es aber nicht direkt sondern indirekt. Diese Info ist auch nicht gerade optimal, weil niemand Ampere auf seiner Stromrechnung stehen hat. Den wichtigsten Punkt, die Leistungsaufnahme in Watt habt ihr völlig unterschlagen. Warum ? Wenn das so ein Stromspar Wunder ist, dann wäre das doch das herausragende Detail des Geräts, und sowas nennt ihr nicht ? Was bringt dann ein Test wenn man sowas nicht testet ?
Alle Kommentare 6 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum