Bye Bye, DVB-T: Regierung macht Weg für Frequenzvergabe frei

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Die Bundesregierung gab nun offiziell den Startschuss für eine Vergabe des 700 MHz-Frequenzbandes an die Mobilfunkanbieter – und läutete damit das Ende von DVB-T ein. Die Erlöse aus den Auktionen sollen in den Breitbandausbau gesteckt werden.

Für den Ausbau des schnellen Internets in Deutschland können zusätzliche Frequenzen verwendet werden, welche bis dato noch für den auslaufenden terrestrischen Übertragungsstandard DVB-T reserviert sind. Konkret handelt es sich dabei um das 700 MHz-Frequenzband, welches ab 2017 dann für Mobilfunkdienste genutzt werden soll.

Nachdem die Bundesnetzagentur Ende Januar das Zulassungsverfahren für die Versteigerung der Frequenzen an die Mobilfunkanbieter eröffnete, gibt die Bundesregierung nun grünes Licht. Denn wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am Mittwoch mitteilte, habe das Bundeskabinett die vorgelegte Änderung der Frequenzverordnung nun beschlossen. Somit steht das 700 MHz-Band für den Ausbau des schnellen mobilen Internets zur Verfügung.
 
Für die Nutzung des Frequenzbandes müssen allerdings vorher die TV-Veranstalter weichen. Dies wird möglich, sobald ab Mitte 2016 der terrestrische Übertragungsweg komplett von DVB-T auf den neuen Standard DVB-T2 umgestellt wird.
 
Laut der Behörde soll bereits im Frühsommer mit der Versteigerung der Frequenzen gestartet werden. Mit Hilfe der Erlöse soll wiederum der Breitbandausbau in Deutschland weiter vorangetrieben werden.
 
Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, rechnet mit einem erheblichen Gewinn: „Mit der Änderung der Frequenzverordnung sind alle rechtlichen Voraussetzungen für die Frequenzauktion geschaffen. Der Weg für eine schnelle Vergabe der Frequenzen ist frei.“ Er erwarte aus den Erlösen einen Milliardenbetrag, „den wir erstmals in den Ausbau des schnellen Breitbands und die Digitalisierung unseres Landes investieren werden.“[kh]

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56 Kommentare im Forum

  1. AW: Bye Bye, DVB-T: Regierung macht Weg für Frequenzvergabe frei Tja wie das wohl mit SimpliTV im südbayerischen Raum gelöst wird??? 2 Multiplexe strahlen im 700 MHz Frequenzband und betreiben sogar einen Sendemasten in Freilassing
  2. AW: Bye Bye, DVB-T: Regierung macht Weg für Frequenzvergabe frei Betrifft sicherlich mehrere Lokalsender. RBW und RAN1 (Bitterfeld) sind seit Juni 2013 auf 738 MHz auch mit eigener Sendeanlage. Betreiber DWS GmbH.
  3. AW: Bye Bye, DVB-T: Regierung macht Weg für Frequenzvergabe frei Die einzige Hoffnung wäre, das die Mobilfunkunternehmen die 700 MHz Frequenzen einfach nicht ersteigern. Leider glaube ich daran aber nicht wirklich. Für den DSL Ausbau werden die Einnahmen aber auch keinen Schub verleihen. Denn diese Einnahmen stammen ja genau von den drei Unternehmen, die auch den DSL-Ausbau stemmen müssten.
  4. AW: Bye Bye, DVB-T: Regierung macht Weg für Frequenzvergabe frei Am Nürbugring gibt es jedesmal zum 24h-Rennen eine einfach nur geniale lokale Fernseh-Berichterstattung über einen Transponder. Jedes Jahr mache ich sehr gerne Dienst als Ehrenamtler auf dem Rettungswagen und hab stets meinen kleinen Fernseher dabei. Nun werd ich mir einen neuen Fernseher zulegen müssen. Für mich sicher ein überschaubarer aber dennoch schmerzlicher Eingriff in meiner Kasse. Schlimmer noch finde ich: Auch das FAN-Projekt Nürburgring-TV muss dann wohl neue Sendeanlagen kaufen und aufstellen. Auch wenn da eine Kooperation mit einem grösseren Radiosender hintersteckt. Ich hoffe, das dies nicht der Sargnagel für ein so geiles Projekt wird.
  5. AW: Bye Bye, DVB-T: Regierung macht Weg für Frequenzvergabe frei Zu den kleinen Lokal-TV-Sendern und Veranstaltungs-TV wurde bislang von offizieller Seite gar nichts gesagt. Die Umstellung auf DVB-T2 betrifft bislang nur die ÖR (ARD & ZDF) u. die beiden großen Privatsendergruppen (RTL & Pro7Sat1). Ansonsten ist nichts weiter bekannt.
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