DVB-T am Scheideweg: Zukunft des terrestrischen TVs

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Aussteigen oder ausbauen? ProSiebenSat.1 und die Öffentlich-Rechtlichen haben sich für eine weitere Ausstrahlung über die Terrestrik entschieden. Doch die Digitale Dividende II könnte bald weitere DVB-T-Frequenzen bedrohen. Dabei könnte die Einführung von DVB-T2 dem entgegenwirken.

Auch wenn ein Großteil der Sendeanstalten in den kommenden Jahren auf DVB-T setzt, bleibt im Hinterkopf immer der bittere Geschmack von der bevorstehenden zweiten Digitalen Dividende, die einen Wegfall weiterer Rundfunkfrequenzen bedeuten könnte. Wie aus einem internen Papier der Bundesnetzagentur hervor geht, plant die Behörde nämlich die sogenannte Digitale Dividende II früher, als vorher angedacht.
 
Bereits im kommenden Jahr, spätestens aber 2015, soll die Frequenzauktion durchgeführt werden. Ziel der Maßnahme ist der Breitbandausbau: Bis 2018 will die Bundesnetzagentur alle Bürger mit mobilem Breitband versorgen, dabei soll eine Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s gewährleistet werden.
 
Ein besonderes Konfliktpotential wird insbesondere im 700-MHz-Bereich gesehen, da hier die Frequenzen unter anderem vom terrestrischen Digitalfernsehen genutzt werden, mitunter mit Lizenzen, die erst 2025 auslaufen.

Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kündigten bereits Widerstand gegen die weitere Beschneidung von DVB-T-Frequenzen zugunsten des Mobilfunks an. Mit dem Leitsatz „Das Internet kann die DVB-T-Versorgung nicht ersetzen“ wehrt sich der Vorsitzende der Produktions- und Technikkommision von ARD und ZDF, Michael Rombach, gegen die Planungen der Bundesnetzagentur. Und auch die ProSiebenSat.1 Media AG fordert von der Bundesregierung, auf die erneute Beschneidung des DVB-T-Frequenzbereiches zu verzichten.
 
Welche TV-Sender und Standorte möglicherweise von der Digitalen Dividende II betroffen sein könnten und welche Bedeutung DVB-T2 für das Fortbestehen des terrestrischen Digitalempfangs hat, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der DIGITAL FERNSEHEN 09/2013, die für Sie ab sofort am Kiosk, im Online-Shop oder als E-Paper bei Pageplace und Onlinekiosk und Heftkaufen erhältlich ist. Sie können das Heft aber auchim Abo bestellen.
 

 
 
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[red]

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64 Kommentare im Forum

  1. AW: DVB-T am Scheideweg: Zukunft des terrestrischen TVs Ja was denn nun, rin inne Kartoffeln oder raus, mal heisst es die Bundesnetzagentur plant dieses und jenes und dann wird wieder alles verworfen, die DF News sind da wenig aufschlussreich, was nun wirklich passiert. DVB-T / DVB-T2 sind eine Grundversorgung, die dürfen weder "totgequatscht" noch irgendwie gewinnbringend vermarktet werden!
  2. AW: DVB-T am Scheideweg: Zukunft des terrestrischen TVs Als Grundversorgung kann man DVB-T aber nicht wirklich bezeichnen. Eine Voll-Grundversorgung ist DVB-T jedenfalls nicht, weil in vielen Regionen sämtliche Private, und in den anderen Regionen zumindest einige wichtige Private fehlen. Und eine Not-Grundversorgung hingegen wären nur ARD, ZDF, Lokales Drittes und Phoenix. So wie DVB-T derzeit ausgebaut ist, ist es nichts Halbes und nichts Ganzes. Ist aber Schade weil DVB-T im Grunde schon ne tolle Technik ist, welche die Terrestrik attraktiv hält.
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