DVB-T Task Force veröffentlicht Abschlussbericht

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Hamburg – Die DVB-T Task Force von ARD und ZDF veröffentlicht einen Abschlussbericht, nachdem die Umstellung von analogem auf digitales Antennenfernsehen abgeschlossen ist.

Am 25. November 2008 wurde die Umstellung vom analogen auf das digitale Antennenfernsehen in Deutschland abgeschlossen (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). „Mit dem Start von DVB-T im November in weiteren Teilen Nordbayerns endete gleichzeitig die über 50-jährige Ära der analogen Terrestrik im Fernsehbereich. Damit ist es ARD und ZDF in enger Zusammenarbeit mit dem Sendernetzbetreiber Media Broadcast gelungen, den vom Bundeskabinett bis 2010 geforderten Abschluss der Digitalisierung der Terrestrik bereits zwei Jahre früher als geplant zu realisieren“, sagt Thorsten Mann-Raudies, Leiter der Task Force DVB-T Deutschland von ARD und ZDF in einer Pressemitteilung.

DVB-T wurde erstmals im Februar 2003 in Berlin-Potsdam eingeführt und in den folgenden Jahren bundesweit schrittweise ausgebaut. „Maßgeblich für die erfolgreiche Einführung von DVB-T war es, die unterschiedlichen Interessenlagen von öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehveranstaltern, Netzbetreibern und Landesmedienanstalten, sowie Handel und Geräteherstellern in einem von allen Marktbeteiligten getragenen Umstiegskonzept zu vereinen“, so die Task Force.
 
Innerhalb des Umstiegszeitraums wurden schrittweise rund 600 analoge TV-Sender der öffentlich-rechtlichen und privaten Programmanbieter und mehr als 8 700 Füllsender abgeschaltet, fasst die Task Force zusammen. Im Gegenzug seien 488 DVB-T-Sender in Betrieb genommen. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland können nun DVB-T über eine Dachantenne empfangen. Für mehr als ein Drittel ist der Empfang mittels Zimmerantenne möglich.
 
Die Einführung des digitalen Antennenfernsehens in Deutschland ist Angaben der Task Force eine Erfolgsgeschichte: Nach einer Mitteilung der GFU (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik) seien aktuell mehr als 16 Millionen Geräte mit DVB-T-Empfangsteil in Deutschland verkauft. Über 800 verschiedene Typen von DVB-T-Empfängern seien im Handel erhältlich.
 
Insbesondere der Anteil an tragbaren Fernsehgeräten und mobilen Lösungen, ob Handys oder im PKW, nimmt demnach stark zu. „Die terrestrische Fernsehversorgung hat damit den Weg in eine vielversprechende Zukunft beschritten. Die Entscheidung, diesen Verbreitungsweg zu digitalisieren und damit zu modernisieren, war richtig“, resümiert die Task Force. Er fördere nicht nur den Wettbewerb der Übertragungswege, sondern ermögliche auch den portablen und mobilen Fernsehempfang – ganz im Sinne des Fernsehzuschauers.
 
Wo und mit welcher Antenne DVB-T zu empfangen ist, darüber informiert eine Empfangsprognose. Diese und weitere Informationen und Tipps zum Umstieg gibt es im Internet unter www.ueberallfernsehen.de und beim DVB-T-Infotelefon der jeweiligen DVB-T-Regionen in Deutschland. [ar]

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  • Empfang_DVB-T_Artikelbild: © JuergenL - Fotolia.com

4 Kommentare im Forum

  1. AW: DVB-T Task Force veröffentlicht Abschlussbericht Ja, toll habt ihr das gemacht *schulterklopf*! - Warum nur in Ballungszentrum Programmvielfalt? - Warum kein HD-TV wie in NL oder auch F? Leider nur halbherzig gemacht.
  2. AW: DVB-T Task Force veröffentlicht Abschlussbericht Leider habe ich noch keine Autoradios mit DVB-T - Empfänger entdecken können. Immer nur DVD-Wiedergabe, Bildwiedergabe von Rückfahrcams oder Navi-Funktion. Auf einem Parkplatz, an einem Bahnübergang, bei totalem Stillstand aufgrund einer Totalsperrung oder wenn die beste Hälfte aller Ehefrauen "schnell" mal im Supermarkt ihr Dauerwellmittel kauft, wäre es nicht schlecht über DVB-T mal Nachrichten etc. ansehen zu können. Dabei würden nicht mal Empfangsschwankungen während der Fahrt stören, kann, will, soll und darf man als Fahrer sowieso nicht fernsehen.
  3. AW: DVB-T Task Force veröffentlicht Abschlussbericht Wenn die Privatsender außerhalb einiger Ballungszentren nicht senden wollen, kann die Task Force von ARD und ZDF auch nichts dafür. Das einzige, was man ihnen vorwerfen kann, ist die Minimalversorgung in Mecklenburg-Vorpommern mit nur 8 Programmen. Und die übrig gebliebenen unversorgten Gebiete.
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