DVB-T-Termin für Göttingen geplatzt

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Hamburg – Ursprünglich sollte das digitale Antennenfernsehen am 14. Dezember in der Region Göttingen/ Niedersachsen starten – jedoch verhindert eine fehlende medienrechtliche Freigabe den DVB-T-Einstieg.

Für den Kanal 42 wurde durch die Hessische Landesanstalt für Privaten Rundfunk (LPR) noch kein grünes Licht gegeben, teilte der Norddeutsche Rundfunk mit. Ein neuer Starttermin für das kommende Jahr steht noch nicht fest. Grundsätzlich ist der Kanal 42 seitens der Bundesnetzagentur bei der DVB-T-Einführung in Göttingen für den Multiplex des ZDF vorgesehen. Erhält das ZDF jedoch die Zuteilung dieses Kanals nicht, wird es seinen analogen Sender auf Kanal 21 nicht aufgeben. Kanal 21 ist aber für die digitale Ausstrahlung des NDR Multiplexes vorgesehen. Das heißt: Nach derzeitigem Stand könnten ZDF und NDR nicht gemeinsam am 14. Dezember DVB-T in Göttingen einführen. Beide Sender werden jedoch grundsätzlich nur gemeinsam starten – vor allem auch im Hinblick auf den Mehrwert für die Zuschauer, so der NDR. Durch den NDR wurden gemeinsam mit T-Systems alle notwendigen Aufbauten und Umrüstungen für die Ausstrahlung von DVB-T im Südharz und in Göttingen vorgenommen.
 
Wie die LPR auf Nachfrage von DIGITAL FERNSEHEN mitteilt, gehört die Frequenz, die das ZDF nutzen möchte, seit 1990 der LPR. Es wurde vor dem DVB-T-Start in Göttingen, so die LPR, mit Frequenzen geplant, die nicht vergeben und dem ZDF nicht gehört haben. Da die LPR diese Frequenz u.a. bis vor Kurzem noch für die Ausstrahlung von Sat.1 im Großraum Kassel genutzt hat, kann sie nicht ersatzlos freigegeben werden. Die LPR ist um Gespräche und eine Einigung bemüht und hofft, schnellstmöglich eine Lösung zu finden. [mg]

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  • Empfang_DVB-T_Artikelbild: © JuergenL - Fotolia.com

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