DVB-T2: Pilotversuch soll schon im Herbst starten

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Beim Umstieg des terrestrischen Fernsehens drücken sowohl die Sender als auch Media Broadcast auf die Tube. Bereits in wenigen Wochen soll ein erster Pilotversuch für die geplante DVB-T2-Plattform starten. Getestet werden dabei auch die Videokompression in HEVC und geeignete Verschlüsselungssysteme.

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Die Zeit ist knapp: Weil Bundesnetzagentur und Regierung bei der Digitalen Dividende II, also der Vergabe weiterer terrestrischer Frequenzen an den Mobilfunk, auf die Tube drücken, sind die Rundfunkveranstalter in Deutschland bestrebt, den Umstieg des Antennenfernsehens von DVB-T auf DVB-T2 so schnell wie möglich in Gang zu bringen. Schon in wenigen Wochen möchte der Sendernetzbetreiber Media Broadcast deshalb im Großraum Berlin einen Pilotversuch starten.

Dabei sollen TV-Signale über den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 übertragen werden. Auch der nagelneue Videokompressionsstandard HEVC soll dabei eingesetzt werden. Zudem steht der Test von geeigneten Verschlüsselungssystemen mit auf der Agenda. Beteiligen werden sich sowohl die öffentlich-rechtlichen als auch die privaten Senderveranstalter.
 
Im Rahmen des Pilotversuchs soll die komplette Systemkette für TV-Ausstrahlungen in DVB-T2 überprüft werden. Dies soll der Festlegung von geeigneten Parametern dienen und auch Geräteherstellern für Testzwecke zur Verfügung stehen. Angesetzt ist der Pilotbetrieb von Herbst 2014 bis zum Sommer 2016. Der eigentliche Umstieg der Sender von DVB-T auf DVB-T2 soll dann schrittweise von 2016 bis 2019 erfolgen. [ps]

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59 Kommentare im Forum

  1. AW: DVB-T2: Pilotversuch soll schon im Herbst starten welche Sender da wohl Druck machen, RTL, Sat1, so kann man endlich auch auf diesem Weg noch einmal Kasse für Werbefernsehen machen und die Leute mit Restriktionen belegen. Und zum Glück für die Hersteller von DVBT2 Boxen, alle müssen sich neue und sicher weil ja neue Technik, nicht ganz preiswerte Geräte zu legen. Interesse für den Bürgen, nein. Nur Interesse für die Lobby, Wirtschaft. Der Bürger wird den ganzen neuen Schrott nur finanzieren müssen, mehr nicht.
  2. klingt aber so als könnten wir enduser am test nicht mit "gucken" oder aufgrund fehlender geräte!?
  3. Wieso in Berlin? In Berlin ist das DVB-T-Spektrum doch jetzt schon voll... Ob es da (besonders, wenn die 2. digitale Dividende verteilt ist) überhaupt Platz für einen DVB-T2 Kanal gibt, ohne etwas abzuschalten? Zur Frage der Hardware: Einen DVB-T2 Stick sollte man schon bekommen. Nur mit der Live-Decodierung des Transport-Streams sollte es Probleme geben. HEVC ist selber noch in Entwicklung... An Mitschnitten dieses Transportstreams würden aber hier bestimmt ein paar Leute Interesse haben....
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