Media Broadcast: „DVB-T2-Pläne ambitioniert aber realistisch“

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Bei Media Broadcast gibt man sich zuversichtlich, einen vollständigen Umstieg der terrestrischen Fernsehübertragung bis Mitte 2019 durchführen zu können. Die ARD hatte einen entsprechenden Zeitplan am Dienstag bekannt gegeben.

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Der Sendernetzbetreiber Media Broadcast hat die Pläne der ARD begrüßt, den Umstieg der terrestrischen Fernsehverbreitung auf den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 zu beschleunigen. Bereits Mitte 2019 und nicht, wie zunächst vorgesehen, Ende 2020 soll die Migration der ARD-Sender auf DVB-T2 abgeschlossen sein. Entsprechende Überlegungen hatten die Rundfunkanstalten  am Dienstag öffentlich gemacht. Durch den beschleunigten Umstieg sollen die bislang für die TV-Distribution genutzten Frequenzen des 700-MHz-Frequenzbandes nun früher für den Breitbandausbau über Mobilfunk bereitstehen.

„Es ist gut, dass die ARD als eine der größten Sendergruppen bei der Migration auf DVB-T2 aufs Gas drückt. Dies zeigt zum einen, dass es mittlerweile einen breiten Konsens für die rasche Umstellung auf diesen effizienteren und HD-fähigen Standard gibt“, erklärte dazu Media-Broadcast-Geschäftsführer Wolfgang Breuer. Den beschleunigten Zeitplan halte man beim Sendernetzbetreiber für ambitioniert aber realistisch. Der wohl größte Stolperstein dürfte die Verfügbarkeit geeigneter Empfangsgeräte sein, denn bislang sind DVB-T2-Receiver, die den neuen HEVC-Videocodec unterstützen, überhaupt noch nicht im Handel erhältlich. Sobald diese erhältlich sind, müssten die Zuschauer also relativ zügig auf die neue Empfangstechnik umsteigen, um ab Mitte 2019 nicht in die Röhre zu schauen.
 
Der Umstieg der ersten Sender auf DVB-T2 soll laut Media Broadcast schon bald beginnen. „Im Zuge des Aufbaus der zukünftigen DVB-T2-Plattform mit privaten Veranstaltern planen wir, etwa 20 Prozent aller DVB-T-Sender in eineinhalb Jahren auf DVB-T2 umzurüsten, sobald Investitionssicherheit besteht“, so Breuer. Für die Öffentlich-Rechtlichen müssen die restlichen Sender, vor allem im ländlichen Raum, anschließend in einem beschleunigten Verfahren auf DVB-T2 umgestellt werden.
 
An die Politik appellierte Media Broadcast, verlässliche Rahmenbedingungen für den Umstieg zu garantieren. „Die Bundesregierung sollte erkennen können, dass alle Marktteilnehmer ihre Breitbandziele unterstützen. Jetzt aber ist es an Bund, Ländern und Regulierungsbehörden, den Wechsel zu ermöglichen“, sagte dazu Breuer. Dies bedeutet im Detail, dass die Frequenznutzung des 700-MHz-Bandes bis zum Abschluss des Umstiegs Mitte 2019 für den Rundfunk sichergestellt werden muss. [ps]

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10 Kommentare im Forum

  1. AW: Media Broadcast: "DVB-T2-Pläne ambitioniert aber realistisch" Also ist HD+ via DVB-T2 beschlossene Sache...
  2. AW: Media Broadcast: "DVB-T2-Pläne ambitioniert aber realistisch" "DVB-T2-Pläne ambitioniert aber realistisch" und vor allem lukrativ
  3. AW: Media Broadcast: "DVB-T2-Pläne ambitioniert aber realistisch" So lange es nicht mehr als HD+ kostet (also maximal 65 Euro im Jahr)... Aber 10 Euro im Monat würd ich nicht zahlen.
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