Pay-DVB-T gescheitert: Ende von Viseo Plus

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Die DVB-T-Plattform Viseo Plus informiert ihre Kunden über das Ende des Angebots. Viseo Plus war 2009 von der Mediengruppe RTL und Eutelsat ins Leben gerufen worden, um eine Grundverschlüsselung beim TV-Empfang über Antenne zu etablieren. Fünf Jahre später kann das Projekt als Fehlschlag eingestuft werden.

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Mit Viseo Plus wird zum Ende des Jahres ein etwas eigenwilliges Kapitel der digitalen TV-Geschichte zu Ende gehen, denn die DVB-T-Plattform stellt ihren Sendebetrieb zum 31. Dezember 2014 ein. Seit dem gestrigen Montag werden nun auch die Kunden des Anbieters auf ihren Receivern über das Ende von Viseo Plus informiert. Betroffen sind DVB-T-Zuschauer in den Großräumen Leipzig, Halle und Stuttgart.

Viseo Plus war 2009 von der Mediengruppe RTL gemeinsam mit Eutelsat Deutschland ins Leben gerufen worden. Die Plattform war der Veruch, ein verschlüsseltes digitales TV-Angebot über Antenne zu etablieren. Bestandteil der Plattform waren dabei die Free-TV-Sender RTL, Vox, RTL2 und Super RTL. Um den Zuschauern einen Mehrwert im Vergleich zum unverschlüsselten Empfang über Satellit zu bieten, wurden zusätzlich die Pay-TV-Sender RTL Crime und RTL Passion als Teil der Viseo-Plus-Plattform angeboten. Für diese wurde allerdings nach dem ersten Jahr eine monatliche Gebühr von 2,99 Euro fällig.
 
Für den Zuschauer war die grundverschlüsselte Plattform mit einigen Hürden verbunden. So konnten die Programme mit herkömmlichen DVB-T-Receivern nicht empfangen werden. Vielmehr brauchte der Kunde einen proprietären Receiver mit integriertem Zugangssystem und der Möglchkeit MPEG4-Signale zu decodieren. Im Gegensatz zu allen anderen DVB-T-Sendern in Deutschland sendeten die Viseo-Plus-Programme nämlich nicht in MPEG2.
 
Aus der öffentlichen Wahrnehmung war Viseo Plus bereits seit Jahren verschwunden. Die von Topfield und Zenega hergestellten Receiver waren etwa seit 2011 weitgehend aus dem Handel verschwunden. Auch beworben wurde die Plattform seit langem nicht mehr. Über die Kundenzahlen hatte RTL nie Auskunft gegeben. Diese sollen sich jedoch auf einem niedrigen Niveau bewegt haben.
 
Mit dem Aus für die Plattform endet im übrigen auch die DVB-T-Verbreitung der Mediengruppe RTL in den Großräumen Leipzig, Halle und Stuttgart. Wer die Sender weiterhin empfangen möchte, muss also zwangsläufig auf einen anderen Empfangsweg wie Kabel oder Satellit umsteigen. In anderen Regionen Deutschlands, in denen es keine Viseo-Plus-Plattform gab, wird RTL seine DVB-T-Verbreitung jedoch auch über das ende des Jahres hinaus fortsetzen. Es ist also anzunehmen, dass das Projekt auch bei RTL und Eutelsat intern mittlerweile als Fehlschlag angesehen wird. [ps]

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57 Kommentare im Forum

  1. AW: Viseo Plus informiert Kunden über Ende der Plattform Interessant wäre, ob es einen weiteren "freien" Mux auf dem Kanal vom Frauenkopf gibt, so wie den mit Tele5, der plötzlich aus dem Nichts auftauchte. Sender und Technik sind da. Reichweite immerhin ein Radius von ca. 30km rund um Stuttgart (Dachantenne), in Stuttgart selbst indoor, teilweise auch noch im Remstal. Jetzt wo der alte Filz so langsam zerfällt und sich auch KabelBW in Wohlgefallen auflöst, könnte man doch mal an ein attraktives terrestrisches Angebot in Stuttgart denken, was bisher von den alten Verantwortlichen mit tief-schwarzem Hintergrund so gut es ging blockiert wurde. Pro7Sat1? Interesse? Wolfgang
  2. AW: Viseo Plus informiert Kunden über Ende der Plattform Was machen die 12 Kunden jetzt mit ihrem modernen Viseo Receiver?
  3. AW: Viseo Plus informiert Kunden über Ende der Plattform Er ist abwärtskompatibel zu MPEG2 und empfängt auch die öR-Muxe sowie den freien Mux in Stuttgart Die Temperaturen sinken gerade und so kann auch für die Viseo+ - Karte eine Ersatzverwendung als Eiskratzer gefunden werden, meine alte "PREMIERE WORLD S01"-Betacrypt-Karte aus der (mittlerweile verschrotteten) Dbox1 ist doch schon arg ramponiert Wolfgang
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