Rege Nachfrage nach DVB-T-Boxen in Bayern

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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München – Rund 200 000 verkaufte DVB-T-Geräte ist die Bilanz, nachdem vor zwei Monaten digitales terrestrisches Fernsehen in Bayern eingezogen ist.

Rund 5 000 Anrufe trafen an den ersten beiden Tagen nach dem Start des digitalen Antennenfernsehens am 30. Mai über das Info-Telefon des Projektbüros DVB-T Bayern ein. Diese vergleichsweise geringe Zahl bei 300 000 vom Umstieg betroffenen Haushalten und vielen Interessenten aus ganz Bayern belegt den reibungslosen Umstieg.
 
Bei den Fragen der Anrufer ging es häufig um Bedienungsprobleme beim Empfangsgerät und um Schwierigkeiten mit der Empfangbarkeit einzelner Kanäle. Letztere waren auf ältere Dachantennenanlagen (in München Kanal 66 mit Eurosport, Tele 5 und Home Shopping Europe sowie Kanal 48 mit ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und N24 bzw. in Nürnberg Kanal 66 mit RTL, RTL II, Super RTL und Vox) oder unzureichende Zimmerantennen (in München Kanal 10 bzw. in Nürnberg Kanal 6 mit Das Erste, arte, Phoenix und Eins Plus) zurückzuführen. Während bei Dachantennenanlagen zur Neuausrichtung oder Modifikation in der Regel ein Antennenfachmann hinzugezogen werden muss, genügt es bei Zimmerantennen, den Standort im Zimmer um wenige Zentimeter zu verändern oder ein anderes Modell auszuprobieren. Anwendungsprobleme mit Anschluss und Bedienung des Gerätes konnten vom Info-Telefon schnell gelöst werden.

Probleme beim DVB-T-Sendernetz gab es bisher keine. „Wir können zwei Monate nach dem Start eine äußerst positive Bilanz ziehen“, berichtet Veit Olischläger, Projektkoordinator beim Projektbüro DVB-T Bayern. Zur Netzoptimierung wurde einige Tage nach dem Start ein Parameter korrigiert. Dadurch konnten Empfangsprobleme behoben werden, die einige Empfängertypen in einem kleinen Teil des Versorgungsgebiets gezeigt hatten.
 
Die tatsächlichen Versorgungsgebiete in München, Südbayern und im Großraum Nürnberg entsprechen den Empfangsprognosen der Netzbetreiber Bayerischer Rundfunk und T-Systems Media und Broadcast. Testmessungen belegen, dass diese Prognosen sogar in einigen Regionen übertroffen werden.
 
Die analoge Restversorgung der öffentlich-rechtlichen Programme Das Erste, ZDF und Bayerisches Fernsehen in München und Nürnberg endet am 31. August 2005. Zuschauer, in diesen beiden Städten können dann über Antenne nur noch mit einem DVB-T-Empfänger empfangen. Außerhalb der DVB-T-Gebiete Bayerns ändert sich an der analogen Versorgung vorerst nichts. [mg]

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  • Empfang_DVB-T_Artikelbild: © JuergenL - Fotolia.com

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